Lexikon
härten
verschiedene Verfahren der Metallbearbeitung, um die Härte eines metallischen Werkstoffs, besonders von Stahl, zu vergrößern: 1. eigentliches Härten: Das Werkstück wird in Härteöfen auf Rotglut (rund 780 °C) erhitzt und dann in Wasser, Öl oder Luft abgeschreckt. – 2. Einsatzhärten, Einsetzen, Zementieren: Das Werkstück wird in einem fest verschlossenen Kasten (Härtekasten) mit einem Kohlenstoff abgebenden Mittel umgeben und mehrere Stunden bei 750–1000 °C geglüht; der Kern bleibt weich (zäh). – 3. Nitrierhärten: Das Werkstück wird in einem Stickstoff abgebenden Gas (Ammoniak) oder Salzbad einige Stunden bis Tage bei rund 500 °C geglüht; es bildet sich eine sehr harte Oberflächenschicht bis 1 mm Dicke, der Kern bleibt zäh. – 4. Lufthärtung: Bei einigen Stahlsorten genügt die Abkühlung auf die Raumtemperatur der Luft.
Wissenschaft
Schlauer Staub
Winzige Computersysteme sollen tief in unseren Alltag eindringen, um uns das Leben zu erleichtern. Auf dem Weg dorthin gibt es allerdings noch einige technische Herausforderungen zu meistern. von THOMAS BRANDSTETTER Computer werden immer kleiner. Während die Ungetüme der 1960er-Jahre noch ganze Räume füllten, fanden sie in den...
Wissenschaft
Die Runderneuerung des Reifens
Der Bedarf an Reifen ist enorm – ebenso die Zahl ausrangierter Exemplare, die auf Deponien lagern. Die meisten Reifen bestehen aus einem komplexen Komponenten-Mix, der kaum zu recyceln ist. Doch nun entwickeln Forscher alternative Rohstoffe und Verfahren, die den Problemen mit den Pneus ein Ende bereiten sollen. von HARTMUT NETZ...