Lexikon
Haushuhn
in zahlreichen Rassen und Spielarten über die ganze Erde verbreitetes Haustier, das vom indischen Bankivahuhn abstammt. Nahezu alle Eigenheiten des Körpers, der Leistung und des Verhaltens sind züchterisch abgewandelt worden: Es gibt Fleischhühner (Cochin, Brahma) mit einem Gewicht von bis zu 7 kg; Leghühner (Leghorn, Italiener, Minorka, Andalusier) mit Legeleistungen von z. T. weit über 300 Eiern im Jahr; Rassen, die beide Zuchtrichtungen vereinigen (Rhodeländer, Wyandotte); Kampfhühner, bei denen die temperamentvollen Hähne zu Schaukämpfen benutzt werden; Zierhühner, bei denen oft Abnormitäten bevorzugt werden, z. B. 3– 4 m lange Schwanzfedern (Phoenix, Yokohama), kahle Körperstellen (Nackthalshuhn) oder daunenartige Federn (Seidennegerhuhn). Bei der Wirtschaftsgeflügelzucht werden sog. Fleisch- und Legehybriden verwendet, die oftmals in großen automatisierten Produktionsstätten („Legebatterien“) gehalten werden. Diese nehmen keine Rücksicht auf art- und verhaltensgerechte Unterbringung des Huhns. In Deutschland gilt deshalb ab 2007 ein Verbot für diese Form der Käfighaltung, in den übrigen Ländern der EU erst ab 2011.
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