Lexikon
Histọrienmalerei
die thematisch an historische und sagenhafte Stoffe gebundene bildliche Darstellung. Geschichtliche Ereignisse sind bereits in der Kunst des Altertums (Ägypten, Vorderasien und Griechenland) gestaltet worden. In der römischen Kunst nahm die Historienmalerei als Reliefdarstellung an Säulen und Triumphbögen einen großen Raum ein. Besonders groß ist seit der Renaissance die Zahl der Schlachtendarstellungen (P. Uccello, Leonardo, Michelangelo, Tizian, Tintoretto, A. Altdorfer), die zuweilen allegorische Züge annahmen. Die Historienmalerei des Barocks betonte die Person des Staats- und Feldherrn vor dem Hintergrund ihrer Taten; eines der Hauptwerke ist D. Velázquez’ „Übergabe von Breda“. F. de Goya gilt als der einflussreichste Vorläufer der Historienmaler des 19. Jahrhunderts, besonders der Franzosen E. Delacroix, T. Géricault und D. Delaroche. Seit der russischen Oktoberrevolution entstand die im Stil des sozialistischen Realismus heroisierende Geschichtsmalerei der UdSSR, die seit dem Ende des 2. Weltkriegs auch in anderen kommunistisch regierten Ländern zu den offiziell geförderten Gattungen der Malerei gehörte. Seit dem Aufkommen der Fotografie hat die Historienmalerei in westlichen Ländern ihre Aufgaben mehr und mehr verloren.
Wissenschaft
Wie der Klimawandel die Erdrotation verringert
24 Stunden braucht die Erde, um sich einmal um sich selbst zu drehen. Doch durch den Einfluss des Mondes und des Klimas verändert sich dieser Wert Jahr für Jahr um winzige Sekundenbruchteile. Eine Studie zeigt nun, wie sich der menschengemachte Klimawandel auf die Erdrotation auswirkt. Demnach sorgen das Abschmelzen der Pole und...
Wissenschaft
Ein Stoff zum Staunen
Viele Eigenschaften des Wassers sind nicht grundlegend verstanden. Dabei spielen sie für das Leben auf der Erde eine entscheidende Rolle. Wissenschaftler sind dabei, die Geheimnisse endlich zu lüften. von JAN BERNDORFF Der 13-jährige Erasto Mpemba war etwas spät dran an jenem Schultag im Jahr 1963. Im Fach Naturwissenschaften an...