Lexikon

Tzian

eigentlich Tiziano Vecellio
italienischer Maler, * um 1477 Pieve di Cadore,  27. 8. 1576 Venedig; Hauptmeister der venezianischen Renaissance; brachte die Hochrenaissance in sinnlichem Kolorit und ausladender Figurenbewegung zu voller Entfaltung und erhob die Farbe zum tragenden Element seiner Kunst. Die Frühzeit Tizians (bis 1518) ist noch durch klare zeichnerische Form bestimmt („Himmlische und Irdische Liebe“ 1515/16); die zweite Periode seines Schaffens (bis um 1530) enthält Elemente eines illusionistischen Protobarocks; in der dritten Stufe der Entwicklung (bis etwa 1550) schuf Tizian vor allem Bildnisse von hoher Charakterisierungskunst. Der Spätstil konzentriert sich ganz auf die Darstellung seelischer Geschehnisse und steigert die nunmehr von Lichtkontrasten bestimmten malerischen Mittel zu visionärer Präzision. Hauptwerke: „Der Zinsgroschen“ um 1518; „Himmelfahrt Mariens“ 15161518; „Bacchus und Ariadne“ 1523; „Venus von Urbino“ um 1538; „Papst Paul III. mit Kardinal Alessandro Farnese und Herzog Ottavio Farnese“ 1545; Reiterbildnis Karls V. 1548; „Dornenkrönung“ um 1576.
Komponistin bei der Arbeit
Wissenschaft

Wie stark uns KI-generierte Musik emotional berührt

Kreativität galt traditionell als einzigartig menschliche Fähigkeit. Doch künstliche Intelligenz wird immer besser darin, scheinbar kreative Erzeugnisse zu generieren – von Gedichten und Erzählungen über Bilder bis hin zu Musik. Doch können die maschinell erzeugten Werke unsere Emotionen auf ähnliche Weise ansprechen wie...

Wissenschaft

Was ist Zeit?

Manche Fragen kann man problemlos formulieren. Und auf den ersten Blick sehen sie auch so aus, als könne man sie einfach beantworten. Aber wenn man ein bisschen genauer darüber nachdenkt, stellen sie sich schnell als extrem harte Nüsse heraus. „Was sollen wir denn heute essen?“ ist eine davon, wie alle bestätigen können, die...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon