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LEXIKON

Velạ́zquez

[
vɛˈlaθkɛθ
]
Velasquez
Velázquez, Diego Rodríguez de Silva y
Diego Rodríguez de Silva y Velázquez
Diego Rodríguez de Silva y, spanischer Maler, getauft 6. 6. 1599 Sevilla,  7. 8. 1660 Madrid; seit 1623 Hofmaler Philipps IV. Anfangs stand seine Kunst im Zeichen der von Caravàggio ausgehenden Hell-Dunkel-Malerei, aus der sie sich zu immer helleren Farbklängen und gelöster Malweise entwickelte. Die bis 1629 entstandenen Bilder sind von kräftiger Plastizität und derber Naturauffassung („Die Trinker“ 1629). Die zweite, unter dem Einfluss von Tintoretto stehende Schaffensperiode (bis 1648) ist durch höfische Bildnisse (Philipp IV.) sowie durch religiöse Darstellungen von vornehmer Schlichtheit gekennzeichnet. Daneben entstanden monumentale Verkörperungen zeitgenössischer Ereignisse („Die Übergabe von Breda“ 1634/35), immer jedoch im Hinblick auf die Gestaltung malerischer Farbatmosphäre. Den Höhepunkt seiner Kunst bildet mit skizzenhaft leichtem Farbauftrag das Spätwerk, das von Bildnissen (Papst Innozenz X. 1649; Infantin Marguerita u. a.) und „Las Meninas“, 1656, gekrönt wird. Das Gemälde der „Teppichwirkerinnen“, 1657, wird neuerdings als mythologische Darstellung gedeutet.
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