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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

sitzen

st|zen
V.
143, hat, oberdt.: ist gesessen
I.
o. Obj.
1.
(auf einer Unterlage) auf dem Gesäß und (meist auch) auf der Unterseite der Oberschenkel ruhen (und die Füße auf den Boden oder auf die Unterlage stützen);
auf einem Stuhl, auf dem Boden s.; im Bett s.; s. bleiben
nicht aufstehen;
aber
s. bleiben
sitzenbleiben;
eine ältere Person in der SBahn s. lassen;
aber
s. lassen
sitzenlassen;
gerade s.; aufrecht s.; krumm s.; sitzt du gut?; auf etwas s.
übertr., ugs.
etwas nicht hergeben;
er sitzt auf seinem Geld; eine ~de Tätigkeit haben
eine Tätigkeit haben, die man sitzend verrichten muss
2.
von Vögeln
stehen;
der Vogel sitzt auf einem Zweig; die Hühner s. auf der Stange
3.
sich befinden, (an einem Ort, einer Stelle) sein;
beim Friseur s.; im Wirtshaus s.; über den Büchern s.
lesen und (geistig) arbeiten;
an einer Arbeit s.
gerade an etwas arbeiten;
die Mütze sitzt ihm keck über einem Ohr
4.
im Gefängnis sein;
er hat drei Jahre gesessen
er hat eine dreijährige Haftstrafe verbüßt
5.
ugs., scherzh.
eine Sitzung haben;
der Herr Professor und die Assistenten s. immer noch
6.
einen Sitzplatz haben;
hinter, neben, vor jmdm. s.; ich saß hinter einer Säule und konnte nichts sehen
7.
Mitglied von etwas sein;
er sitzt mit im Vorstand
8.
passen;
der Anzug sitzt gut, sitzt nicht
9.
treffen;
der Hieb hat gesessen; das saß!
das war eine treffende Anspielung
10.
im Gedächtnis eingeprägt sein;
die Vokabeln s. jetzt, s. noch nicht
11.
ugs.; nur in der Wendung
einen s. haben
einen leichten Rausch haben
II.
mit Dat.
einem Maler s.
sich von einem Maler malen lassen
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