Wissensbibliothek

Gibt es eine Rettung?

Ja, im Glauben. Kierkegaard hat das Beispiel seines Vaters vor Augen, der im Bewusstsein der eigenen Schuld letztlich nur noch um sich selbst kreiste. Es gibt nur einen Ausweg aus diesem Dilemma: den religiösen Glauben. Der Glaube daran, dass Gott in Jesus Christus selbst Mensch geworden ist, vermag dem Einzelnen die Zuversicht zu geben, dass sein Leben zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit letztlich doch gelingen kann. Nur von diesem Glauben aus ist es möglich, die Sünde als eigene Schuld anzuerkennen, aber doch nicht daran zu verzweifeln, sondern Vergebung zu empfangen.

Allerdings ist die Menschwerdung Gottes für die Vernunft das Paradox schlechthin: Das Ewige soll zugleich das Geschichtliche, die ewige Wahrheit nur durch ein historisches Ereignis zugänglich sein. Vor dieses Paradox gestellt, hilft dem Einzelnen kein Wissen oder Erkennen; einmal mehr ist seine Entscheidung gefordert. Der Glaube bedeutet deshalb ein Wagnis, ist nur möglich als ein bewusst vollzogener Sprung. Dieser Sprung in den Glauben ist aber kein einmaliger Vorgang, sondern muss stets wiederholt werden.

Wissenschaft

Der schädliche Verlust der Nacht

Manche Auswirkungen sind bereits recht gut erforscht, andere dagegen wahrscheinlich noch nicht einmal entdeckt. von Kurt de Swaaf Ein Windhauch trägt Pinienduft herbei, das Meer kabbelt leise gegen die Felsen  –  nur ein paar hungrige Stechmücken stören die nächtliche Idylle in der versteckten Bucht an der Nordwestküste Mallorcas...

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Wissenschaft

Das Leben vermessen

Digitale Zwillinge und ein ganzheitliches Verständnis der Biologie könnten die Gesundheitsmedizin entscheidend verbessern. von PETER SPORK Wissen Sie, was ein „medizinisches Selfie“ ist? Vermutlich nicht. Aber schon in zehn Jahren machen Sie es vielleicht von sich. Der Begriff stammt vom US-amerikanischen Mediziner und Buchautor...

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