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LEXIKON

Imponierverhalten

das auf einen Rivalen oder Fortpflanzungspartner gerichtete Ausdrucksverhalten, bei dem besonders beeindruckende Merkmale zur Schau gestellt werden (bei Vögeln und Säugern treten Imponierlaute hinzu). Im Imponierverhalten sind häufig verschiedene Gebrauchshandlungen, z. B. Angriff und Flucht oder Angriff und Verteidigung, überlagert (ambivalentes Verhalten). Das Imponierverhalten wirkt, auch gleichzeitig, auf verschiedene Adressaten unterschiedlich, z. B. als Werbung auf ein Weibchen und als Drohverhalten auf ein Männchen. Besondere Imponierorgane (u. a. Zierfedern bei Vögeln, aufstellbare Rückenflossen bei Fischen, angeschwollener und bunt gefärbter Hodensack bei Primaten) oder Bewegungs- und Haltungsformen können die Wirkung unterstützen. So können artspezifische Bewegungen (Imponiergehabe) einen Revieranspruch oder bei der Werbung das Geschlecht des Tieres demonstrieren (z. B. der „Buckel“ bei Katzen, das Fellsträuben bei Hunden) und oft mit Drohverhalten einhergehen. Unter Imponierverhalten sind auch zahlreiche Verhaltensweisen beim Menschen einzuordnen, wie z. B. das Präsentieren der sekundären Geschlechtsmerkmale, die Festbemalung bei Naturvölkern oder auch Truppenparaden.
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