Lexikon

Internationales Olympisches Komitee

Abkürzung IOK
Internationales Olympisches Komitee (1920)
Internationales Olympisches Komitee
Pierre de Coubertin (links), Präsident des IOC, mit dem belgischen Prinzen Leopold und König Albert I. bei den olympischen Spielen von Antwerpen 1920.
französisch Comité International Olympique, Abkürzung CIO, englisch International Olympic Committee, Abkürzung IOC, am 23. Juni 1894 von Baron P. de Coubertin in Paris gegründete regierungsunabhängige Schirmorganisation der olympischen Bewegung. Sie besteht zur Zeit aus 111 regulären Mitgliedern, die vom IOK gewählt werden, aus 24 Ehrenmitgliedern, einem Mitglied ehrenhalber (Henry Kissinger) und J. A. Samaranch (Ehrenpräsident auf Lebenszeit). Die Mitglieder sind nicht Delegierte ihrer Länder beim IOK, sondern Vertreter des IOK in ihren Ländern. Erstes deutsches IOK-Mitglied war 18951909 K. A. W. Gebhardt (* 1861,  1921); außer ihm waren folgende Deutsche IOK-Mitglieder: A. F. Herzog zu Mecklenburg (19261956), K. Ritter von Halt (19291964), W. Daume (19561991), G. von Opel (19661971), H. Schöbel/DDR (19661980), B. Beitz (19721988), G. Heinze/DDR (19811991), W. Tröger (seit 1989) und T. Bach (seit 1991).
Das IOK hat die Aufgabe, die Organisation der Olympischen Sommer- und Winterspiele zu betreuen. Die Präsidenten waren D. Bikelas (Griechenland) 18941896, Baron P. de Coubertin (Frankreich) 18961925, Graf H. de Baillet-Latour (Belgien) 19251942, S. Edström (Schweden) 19421952, A. Brundage (USA) 19521972, Lord (Baron) M. Killanin (Irland) 19721980, 19802001 J. A. Samaranch (Spanien) und seit 2001 J. Rogge (Belgien). Die Organe sind die Vollversammlung, die alle 4 Jahre während der Spiele zusammentritt, und der Vollzugsausschuss. Sitz: Château de Vidy, Lausanne; Zeitschriften: „Revue Olympique“ 19111925, „Olympische Rundschau“ 19381944, „Olympic Review“ und „Olympic Message“.
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