Lexikon
Kausạlprinzip
Sozialpolitik
der Grundsatz, Sozialleistungen der öffentl. Hand wegen eines in der Vergangenheit liegenden Grundes zum Ausgleich der dadurch eingetretenen Benachteiligung zu gewähren. Dem K. steht das Finalprinzip gegenüber, wonach Sozialleistungen allein wegen der gegenwärtigen Lage des Berechtigten gewährt werden, ohne Rücksicht darauf, worauf dieser Zustand zurückzuführen ist. Das K. fragt nach den Ursachen des Schadens (z. B. Unfall, Krankheit, Kriegsverletzung) u. bewältigt die Schadensregelung im Rahmen einer für die Lösung eigens geschaffenen Institution. Das Finalprinzip beurteilt die zu gewährende Leistung von dem Erfolg her, der erzielt werden soll (z. B. Anspruch auf Unterhalt für Personen, die beim Tod des Ehepartners in der Lage sein sollen, ohne außerhäusl. Erwerbstätigkeit für kleine Kinder zu sorgen). Insbes. von ökonom. Seite wird darauf hingewiesen, dass eine stärker final orientierte Sozialpolitik die Funktionsfähigkeit des bestehenden Systems der sozialen Sicherung in wichtigen Punkten verbessern könnte.
W. Albers, Möglichkeiten einer stärker final orientierten Sozialpolitik. 1976.
Wissenschaft
Auf den Geschmack gekommen
Ernährung hinterlässt Spuren – in den Zellen, im Stoffwechsel und in den Organen. Besonders in Schwangerschaft und früher Kindheit zählt jeder Bissen. Zu viel Zucker kann dauerhaft schaden. von CLAUDIA CHRISTINE WOLF Stellen Sie sich vor, Sie frühstücken Milchfisch-Congee, einen taiwanesischen Reisbrei mit Meeresfrüchten. Oder...
Wissenschaft
Verstopft
Viele deutsche Städte sind staugeplagt. Moderne Mobilitätsdienste, neue Technologien und künftig auch vernetzte autonome Fahrzeuge sollen das ändern. Doch was taugen die Konzepte? von MICHAEL VOGEL Bis morgens um sechs ist die Welt noch in Ordnung. Dann geht es los, an jedem Werktag und in fast allen größeren deutschen Städten:...