Lexikon

Kauslprinzip

Sozialpolitik
der Grundsatz, Sozialleistungen der öffentl. Hand wegen eines in der Vergangenheit liegenden Grundes zum Ausgleich der dadurch eingetretenen Benachteiligung zu gewähren. Dem K. steht das Finalprinzip gegenüber, wonach Sozialleistungen allein wegen der gegenwärtigen Lage des Berechtigten gewährt werden, ohne Rücksicht darauf, worauf dieser Zustand zurückzuführen ist. Das K. fragt nach den Ursachen des Schadens (z. B. Unfall, Krankheit, Kriegsverletzung) u. bewältigt die Schadensregelung im Rahmen einer für die Lösung eigens geschaffenen Institution. Das Finalprinzip beurteilt die zu gewährende Leistung von dem Erfolg her, der erzielt werden soll (z. B. Anspruch auf Unterhalt für Personen, die beim Tod des Ehepartners in der Lage sein sollen, ohne außerhäusl. Erwerbstätigkeit für kleine Kinder zu sorgen). Insbes. von ökonom. Seite wird darauf hingewiesen, dass eine stärker final orientierte Sozialpolitik die Funktionsfähigkeit des bestehenden Systems der sozialen Sicherung in wichtigen Punkten verbessern könnte.
W. Albers, Möglichkeiten einer stärker final orientierten Sozialpolitik. 1976.
Bild von bröckelndem Beton
Wissenschaft

Lebendiger Biozement auf Pilzbasis repariert sich selbst

Baustoffe wie Beton haben einen schlechten Klima-Fußabdruck, weil bei ihrer Herstellung große Mengen an CO2 freigesetzt werden. Nun haben Ingenieure ein neues Biomaterial entwickelt, das eine nachhaltige Alternative darstellen könnte. Dieser Baustoff wird aus lebenden Bakterienzellen und dem wurzelähnlichen Myzel eines Pilzes bei...

Mikroroboter
Wissenschaft

Autarke Mikroroboter im Schwarm

Sie sind nur rund einen Millimeter klein, können sich aber selbstständig durchs Wasser bewegen, miteinander kommunizieren und sich zu größeren Kolonien zusammentun: Die Rede ist nicht von Lebewesen, sondern von neuartigen Mikrorobotern. Die an der TU Chemnitz entwickelten „Smartlets“ erzeugen ihre Energie mithilfe winziger...

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