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Wirtschaftsbündnisse: Konsequenzen aus der Geschichte

Wozu gibt es Wirtschaftsbündnisse?

Zahlreiche souveräne Nationalstaaten sind in Wirtschaftsbündnissen zusammengeschlossen, weil sie sich ihrer wechselseitigen Abhängigkeit bewusst sind und die wirtschaftlichen Verflechtungen durch Außenhandel, Direktinvestitionen und mobile Arbeitskräfte nutzen wollen. Wichtigste Voraussetzungen für das Bestehen eines solches Bündnisses sind gemeinsame Interessen und die Überzeugung, wirtschaftliche Ziele im Verbund besser erreichen zu können.

Wie entstanden IWF und GATT?

Noch während des Zweiten Weltkriegs planten die USA und Großbritannien eine krisenfeste Neuordnung der Weltwirtschaft. Die Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren und ihre Folgen – schrumpfende Volkseinkommen, hohe Arbeitslosigkeit – hatten viele Industrieländer dazu bewogen, ihre Volkswirtschaften gegen Importe abzuschotten. In Deutschland hatte die Krise das Vertrauen in Marktwirtschaft und Demokratie untergraben und somit der Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur Vorschub geleistet.

Man beschloss, zu einer liberalen Weltwirtschaftsordnung zurückzukehren, die durch internationale Verträge und Institutionen gesichert werden sollte. Protektionistische Tendenzen sollten durch eine koordinierte Währungs- und Wirtschaftspolitik unterbunden werden. So wurden 1945 der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank ins Leben gerufen. Zwei Jahre später folgte als Instrument der Welthandelsordnung das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (General Agreement on Tariffs and Trade, GATT).

Entwicklung des Weltwährungssystems: Was geschah im Jahr ...

1945? Zwischen den Währungen der IWF-Mitglieder werden fixe Wechselkurse festgelegt.

1971? Die unter Druck geratene Leitwährung US-Dollar wird abgewertet.

1973? Die großen Industrieländer gehen dazu über, die Kurse ihrer Währungen frei schwanken zu lassen.

1978? Den IWF-Mitgliedern wird freigestellt, ihre Währung an eine einzelne Fremdwährung oder einen Währungskorb zu binden oder den Marktkräften zu überlassen.

2003? Es gibt drei Leitwährungen: US-Dollar, Euro und Yen. Die strikte Pflicht der Notenbanken, durch An- oder Verkäufe von Fremdwährungen für stabile Wechselkurse zu sorgen, wird aufgehoben.

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