Lexikon

Kohlendoxid

Kohlenstoffdioxid; CO2
fälschlich Kohlensäure genannt, unbrennbares, farb- und geruchloses Gas, das bei allen Verbrennungsvorgängen und bei der Atmung entsteht; wird von den Pflanzen bei der Photosynthese assimiliert. Die wässerige Lösung von Kohlendioxid reagiert schwach sauer, da sich in geringem Maß Kohlensäure bildet. Kohlendioxid kommt in der Natur in freiem Zustand in geringer Konzentration als natürlicher Bestandteil der Atmosphäre, in Mineralquellen und Vulkanen und in gebundenem Zustand in Form von Carbonatgesteinen vor. Kohlendioxid wird vom Handel flüssig (in Stahlflaschen als „Kohlensäure“) angeboten. Es kann, da es unbrennbar ist und die Sauerstoffzufuhr zu einer Flamme verhindert, als Feuerlöschmittel verwendet werden. Ferner wird es in Bierdruckapparaten benutzt. In festem Zustand (Kohlensäureschnee, Trockeneis) dient es Kühlzwecken.
Kohlendioxid gehört zu den sogenannten Treibhausgasen, da es aufgrund seiner Molekülstruktur einen Teil der Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung) absorbiert. Als solches ist es dafür mitverantwortlich, dass auf der Erde ein Klima herrscht, das Leben überhaupt erst ermöglicht (Treibhauseffekt). Der natürliche Gehalt von Kohlendioxid in der Atmosphäre unterlag im Laufe der Erdgeschichte beträchtlichen Schwankungen. Allerdings blieb er viele hunderttausend Jahre unter 280 ppm. Seit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jh. ist jedoch ein zunehmender Anstieg des CO2-Gehalts in der Atmosphäre zu beobachten. Die Ursache ist vor allem die Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Gas), die zu einem erhöhten Kohlendioxidausstoß führt. Überdies hat sich der CO2-Ausstoß im letzten Jahrzehnt noch einmal deutlich beschleunigt. Hinzu kommt die fortschreitende Zerstörung von Waldflächen, die nun als natürliche Kohlendioxidspeicher wegfallen. Die Folge ist eine signifikante Erhöhung des Kohlendioxidgehalts der Atmosphäre und eine zu beobachtende globale Erwärmung (Klimawandel), der die Menschheit durch Maßnahmen zum Klimaschutz zu begegnen versucht.
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