Lexikon
Kurzwellen
Radiowellen mit einer Wellenlänge von 10 bis 100 m. Längere elektromagnetische Wellen heißen Mittelwellen, kürzere Ultrakurzwellen, doch sind die Übergänge nicht genau festgelegt. Während die längeren Wellen sich vorwiegend an der Erdoberfläche ausbreiten, werden die Kurzwellen in 200–400 km Höhe von der Ionosphäre wie von einem Spiegel reflektiert und können so (eventuell nach mehreren Reflexionen) weite Strecken zurücklegen. Sie werden daher in der Funktechnik für den Weltverkehr verwandt und haben den Vorteil, dass man mit kleinen Sendeleistungen und einfachen Antennen sehr weit entfernte Gebiete erreichen kann. Nachteil: Da die Ionen der Ionosphäre nur tagsüber durch die Sonnenstrahlung dauernd nachgebildet werden, ist der Kurzwellenempfang tagsüber besser als in der Nacht; außerdem tritt um den Sender herum eine tote Zone auf, in der nicht empfangen werden kann, da die reflektierten Wellen erst in größerer Entfernung auf die Erde zurückkommen.
Wissenschaft
Schwierige Komplexität
Es gibt Begriffe, die fristen ein schwieriges Dasein in der Biologie. Einer davon ist „Komplexität“. Die Crux fängt schon damit an, wie man die Komplexität von Lebewesen definieren soll. Oder anders gefragt: Anhand welcher Kriterien lassen sich Lebewesen im Grad ihrer Komplexität unterscheiden? Stephanie Keep vom US-...
Wissenschaft
Rechnen mit dem Reservoir
Das sogenannte Reservoir-Computing nutzt analoge Systeme, um Daten zu verarbeiten. Das könnte den Energieverbrauch von Rechenzentren drastisch reduzieren. von DIRK EIDEMÜLLER Hallo Computer, schreibe mir zum Valentinstag bitte ein Liebesgedicht im Stil von Hölderlin!“ „Hallo Mensch, wie lang soll es denn sein? Und welche...