Lexikon
Kurzwellen
Radiowellen mit einer Wellenlänge von 10 bis 100 m. Längere elektromagnetische Wellen heißen Mittelwellen, kürzere Ultrakurzwellen, doch sind die Übergänge nicht genau festgelegt. Während die längeren Wellen sich vorwiegend an der Erdoberfläche ausbreiten, werden die Kurzwellen in 200–400 km Höhe von der Ionosphäre wie von einem Spiegel reflektiert und können so (eventuell nach mehreren Reflexionen) weite Strecken zurücklegen. Sie werden daher in der Funktechnik für den Weltverkehr verwandt und haben den Vorteil, dass man mit kleinen Sendeleistungen und einfachen Antennen sehr weit entfernte Gebiete erreichen kann. Nachteil: Da die Ionen der Ionosphäre nur tagsüber durch die Sonnenstrahlung dauernd nachgebildet werden, ist der Kurzwellenempfang tagsüber besser als in der Nacht; außerdem tritt um den Sender herum eine tote Zone auf, in der nicht empfangen werden kann, da die reflektierten Wellen erst in größerer Entfernung auf die Erde zurückkommen.
Wissenschaft
Turbo-Gestein aus Industrieabfällen
Wenn Forschende Einschlüsse in Gesteinsschichten finden, handelt es sich normalerweise um Relikte längst vergangener Zeiten. Doch in Klippen an der Westküste Englands sind Forschende stattdessen auf die in Gestein eingebettete Lasche einer Getränkedose gestoßen. Weitere Untersuchungen enthüllten, dass das umgebende Gestein...
Wissenschaft
Climate Engineering: Versuchskaninchen Erde
Mit simulierten Vulkanausbrüchen, Weltraumsegeln und künstlichen Wolken soll die Klimaerwärmung gestoppt werden. Klingt genial, ist aber extrem riskant. Von RALF STORK Der Erfindungsreichtum von uns Menschen ist einzigartig. Es gibt andere Arten, die ebenfalls Werkzeuge nutzen: Seeotter schlagen Muscheln auf Steine, um an das...