Lexikon
Lausitz
historische Landschaft zwischen Elbe und Bober, reicht im Norden bis zum Spreewald, im Süden bis zum Lausitzer Gebirge; bestand aus zwei Markgrafschaften: der Oberlausitz und der Niederlausitz. Die Oberlausitz wird geologisch durch das Lausitzer Granitmassiv bestimmt. Im Süden erreicht es im Zittauer (Lausitzer) Gebirge in der Lausche 793 m. Weitere Untereinheiten sind das Neißegebiet (Braunkohlenfelder) und das Lausitzer Bergland, im Pirsken bis zu 608 m. Nach Norden schließt sich das altbesiedelte Lößgebiet des Lausitzer Gefildes an. Teil des Norddeutschen Tieflands ist das Oberlausitzer Heideland. Im Lausitzer Becken- und Heideland, zwischen Spreewald und Schwarzer Elster, beginnt die Niederlausitz mit flachwelligen Sand- und Lehmplatten.
Geschichte
Die Lausitz erhielt ihren Namen von den Lusizern, einem Stamm der slawischen Sorben. König Heinrich I. eroberte 932 Linbusua, die Hauptfeste der Lusizer. Unter Konrad II. kam die Niederlausitz 1136 an die Wettiner, die sie 1303 an die Markgrafen von Brandenburg verkauften. 1368 kaufte Karl IV. das Gebiet und schlug es als unveräußerliches Kronland zu Böhmen. 1620–1815 herrschten die Kurfürsten von Sachsen in der Niederlausitz; auf dem Wiener Kongress (1815) fiel sie an Preußen; 1952–1990 war sie Teil des Bezirks Cottbus und gehört heute zum Land Brandenburg. Die Oberlausitz stand seit dem 11. Jahrhundert unter der Herrschaft der Markgrafen von Meißen. Vorübergehend in polnischem und böhmischem Besitz, wurde das Land von Kaiser Friedrich I. 1158 dem Böhmenherzog Wratislaw verliehen. Ottokar II. überließ es 1253 dem Markgrafen Otto III. von Brandenburg. 1319 kam das Gebiet Bautzen, 1329 auch Görlitz an König Johann von Böhmen und blieb bis zum 30-jährigen Krieg unter böhmischer Herrschaft. 1620 unterwarf Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen im Auftrag Ferdinands II. das aufständische Land und erhielt es im Prager Frieden 1635 als erblichen Besitz. Auf dem Wiener Kongress (1815) behielt Sachsen den kleineren westlichen Teil mit Bautzen, während den nördlichen und östlichen Teil mit Görlitz Preußen erhielt; 1952–1990 war die Oberlausitz Teil des Bezirks Dresden und gehört heute zum Land Sachsen. Die östlich der Lausitzer Neiße gelegenen Teile sind seit 1945 polnisch.
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