Lexikon

Lechfeld

die bayerische Landschaft zwischen Wertach und Lech, südlich von Augsburg. In der sog. Schlacht auf dem Lechfeld (10.12. 8. 955) wehrte ein aus mehreren deutschen Stammesgebieten aufgebotenes Heer unter Otto I. einen Ungarneinfall nach Süddeutschland ab. Zuvor hatten die Ungarn vergeblich versucht, das von Bischof Ulrich verteidigte Augsburg einzunehmen. Wahrscheinlich besiegte Otto die Ungarn nicht auf dem Lechfeld, sondern in einem 1. Treffen westlich und in einem 2. Treffen südöstlich von Augsburg.
Otto I. besiegt die Ungarn
Otto I. besiegt die Ungarn
Widukind schildert den Sieg Ottos I. in der Schlacht auf dem Lechfeld 955 über die Ungarn:

Am zweiten und dritten Tag wurde der Rest der Feinde von den benachbarten Städten und Burgen aus so vollständig aufgerieben, dass niemand oder höchstens der eine oder andere Ungar entrann. Der Sieg über dies wilde Volk war freilich nicht ohne blutige Opfer errungen.

So wurde dem Herzog Konrad, der wie ein Löwe stritt, infolge der Kampfbegier und der Sonnenglut, die gerade an diesem Tage maßlos herniederbrannte, unerträglich heiß. Er löste die Bänder seiner Rüstung, und als er Luft schöpfte, stürzte er, von einem Pfeile mitten durch die Kehle getroffen, tot nieder. Seine Leiche wurde ... ehrenvoll geborgen und nach Worms überführt. Man bestattete hier ... den Mann unter den Zähren und Klagen aller Franken.
Am zweiten und dritten Tag wurde der Rest der Feinde von den benachbarten Städten und Burgen aus ... aufgerieben. Drei ungarische Häuptlinge waren gefangengenommen und dem Herzog Heinrich überliefert worden. Der ließ sie, wie sie es verdienten, mit einem schmählichen Tode büßen: sie wurden am Galgen gehenkt. In einem feierlichen Triumphe wurde der ruhmbedeckte König vom Heere als Vater des Vaterlandes und Imperator begrüßt ... Und wirklich hat seit 200 Jahren kein König mehr die Freude eines solchen Sieges erlebt."
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