Lexikon
Malaparte, Curzio: Die Haut
- Erscheinungsjahr: 1949
- Veröffentlicht: Italien
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Die Haut
- Original-Titel: La Pelle
- Genre: Roman
Curzio Malaparte (* 1898, † 1957), Sohn eines Deutschen und einer Italienerin, kämpfte im Ersten Weltkrieg als Freiwilliger, wandte sich nach diplomatischer Tätigkeit in Paris und Warschau dem Journalismus zu und leitete von 1928 bis 1931 die Zeitschrift »La Stampa«. 1933 wurde er wegen seiner Kritik am Faschismus für fünf Jahre auf die Liparischen Inseln verbannt. Von 1941 bis 1943 bereiste er als neutraler Kriegsberichterstatter die Ostfront. Sein polemischer Kriegsroman »Kaputt« (1944) ist ein desillusionierendes Zeugnis dieser Zeit. In seinem zweiten großen Erfolgsroman, »Die Haut«, verarbeitet er literarisch den italienischen Befreiungskampf (1943/44) und die Besetzung Neapels durch die USA. Malaparte, der als Offizier des italienischen Befreiungskorps und Angehöriger einer Panzerdivision selbst am Befreiungskrieg teilnahm, resümiert: »Heutzutage leidet man und lässt man leiden, tötet und stirbt man, vollbringt man wunderbare Dinge und entsetzliche Dinge; nicht etwa, um die eigene Seele, sondern um die eigene Haut zu retten. Es ist nichts als die Haut, was heute zählt.« Die beiden realistischen Romane rufen Empörung hervor. Man unterstellt dem Autor verfälschende Effekthascherei und glaubt ihm nicht, dass er ein moralisches Anliegen verfolge: die Anprangerung der Absurdität des Krieges, der die Menschenseele »faulen« lasse. – »Die Haut« erscheint 1949 in Paris in französischer Sprache, das italienische Original wird 1950 in Rom und Mailand veröffentlicht. Die deutsche Übersetzung erscheint 1950.
Wissenschaft
Troja und die Spur des Goldes
Vor 4500 Jahren tauschten die Mächtigen der Welt Güter, Ideen und – das zeigen jüngste Forschungen – jede Menge Gold.
Der Beitrag Troja und die Spur des Goldes erschien zuerst auf wissenschaft.de.
Wissenschaft
Megatsunami mit tagelangem Nachspiel
Bis zu 200 Meter hoch türmte sich die Monsterwelle nach dem Bergsturz auf: Ein Forschungsteam berichtet über einen gigantischen Tsunami in einem unbewohnten Fjord Grönlands, der zu einem interessanten Wellen-Phänomen geführt hat: Es bildete sich eine sogenannte Seiche-Welle, die sich mehr als eine Woche lang zwischen den Ufern...
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Dicke Kleidung bringt’s nicht
Sternzeichen Rindsroulade
Auf der Suche nach Magrathea
Die weiße Welt
Schlaf tut not
News der Woche 22.08.2025