Lexikon
Mịstel
ViscumWeihnachten
Weihnachten
Mistelzweig
© wissenmedia/Rita Reiser
Gattung der Mistelgewächse mit rund 60 Arten. Die Weiße Mistel, Viscum album, ist ein immergrüner Halbschmarotzer, der vor allem Laubhölzer, gelegentlich aber auch Nadelhölzer befällt. Die im Dezember reifen weißen Beeren werden von Vögeln (besonders Drosseln) gefressen; dabei bleiben die klebrigen Samen häufig an den Schnäbeln der Vögel haften und werden auf andere Bäume übertragen. Dort bilden sie zunächst eine Haftscheibe, von der aus die primäre Saugwurzel in die Rinde eindringt und sich dort verzweigt; von diesen Rindenwurzeln aus dringen sekundäre Senker in den Holzkörper ein. Der Parasitismus besteht darin, dass die Mistel den Wirtspflanzen Wasser und Mineralstoffe entnimmt, während die notwendigen organischen Stoffe durch eigene Assimilation gewonnen werden. Der den Bäumen erwachsende Schaden ist nur bei Massenbefall von Bedeutung. – Mistelextrakte enthalten Wirkstoffe (Lektine), die die Abwehrbereitschaft des Immunsystems fördern. – Die Mistel spielte früher im keltischen Druidendienst eine große Rolle. Auf Eichen gewachsene Misteln waren heilig. Noch heute spielt die Mistel im englischen Weihnachtsbrauchtum eine Rolle.
Wissenschaft
Erster Schritt zur Impfung gegen HIV?
Trotz jahrzehntelanger Forschung gibt es bislang noch keinen Impfstoff gegen das humane Immundefizienz-Virus HIV. Nun haben vier Forschungsteams unabhängig voneinander an Rhesusaffen und Mäusen erste Erfolge auf dem Weg der Impfstoffentwicklung erzielt. Mit Hilfe einer Technik namens Keimbahn-Targeting griffen sie in die Reifung...
Wissenschaft
Eine Fliege für die Forschung
Die Taufliege Drosophila melanogaster ist ein winziges Tier – mit großem Potenzial für die Wissenschaft. Genetiker, Krebsforscher und Neurowissenschaftler untersuchen seit rund 120 Jahren an ihr, wie das Gehirn Verhalten steuert. Und sie hat noch nicht ausgedient. von TIM SCHRÖDER Wer Obst im Sommer offen herumstehen lässt, merkt...