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LEXIKON

Nähmaschine

Greifer (Nähmaschine)
Greifer (Nähmaschine)
eine Maschine zum Nähen; unterschieden nach der Stichart in Doppelsteppstich- und Kettenstichmaschinen oder in Geradstich- und Zickzacknähmaschinen, nach der Verwendung in Haushalt-, Handwerker- und Industrienähmaschinen. Der Antrieb erfolgt durch Hand-, Fuß- oder Motorkraft. Spezialmaschinen sind z. B. Mehrnadel-, Pikier-, Staffier-, Überwendlingsmaschine.

Geschichte

1755 erhielt der Engländer C. F. Weisenthal ein Patent auf eine Nähmaschine mit beiderseits angespitzter Nadel, deren Öhr in der Mitte lag; die Maschine war ebenso wenig erfolgreich wie die nachfolgenden der Engländer Saint (1790), Stone und Henderson (1804) sowie des Deutschen B. Krembs (1810). Der Wiener Schneidermeister J. Madersperger schuf 1830 mit der Nadel, deren Öhr sich an der Spitze befindet, den Vorläufer für die heute noch verwendete Doppelsteppstichnähmaschine, die der Amerikaner E. Howe 1845 entwickelte. I. M. Singer und A. B. Wilson verbesserten den Mechanismus für den Nähguttransport.
Nähmaschine von Krembs
Nähmaschine von Krembs
Diese Krembs-Nähmaschine aus dem 19. Jahrhundert dient zum Vernähen der eingeschlagenen Kanten von Zipfelmützen mit Kettenstichen; ein Rad mit Stiften hält das Material.
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