Lexikon

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Theater
[
japanisch, „Talent, Fertigkeit“
]
das japanische Schauspiel ritterlich-buddhistischer Geisteshaltung; entstanden im 14. Jahrhundert, fand seine Form besonders durch Kwan’Ami Kiyotsugu (* 1333, † 1384) und seinen Sohn Seami Motokiyo; seit 1444 nahezu unverändert tradiertes Sing- und Tanzspiel mit obligatem Chor, der die Handlung erzählend vorbereitet, ohne in sie einzugreifen. Sie wird im Wesentlichen von dem Hauptdarsteller, dem Shite (göttlicher Geist), seinem Gegenspieler, dem maskenlosen Waki (Mensch), und ihren Gehilfen, dem Tsure bzw. Tomo, getragen. Shite und sein Tsure tragen Masken. Pantomime und Dialog wechseln ab; letzterer wird begleitet von einem kleinen Orchester (Trommeln und Flöten); gespielt wird nur von Männern. In den Pausen werden Possen (Kyogen) aufgeführt.
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