Lexikon
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Theater
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japanisch, „Talent, Fertigkeit“
]das japanische Schauspiel ritterlich-buddhistischer Geisteshaltung; entstanden im 14. Jahrhundert, fand seine Form besonders durch Kwan’Ami Kiyotsugu (* 1333, † 1384) und seinen Sohn Seami Motokiyo; seit 1444 nahezu unverändert tradiertes Sing- und Tanzspiel mit obligatem Chor, der die Handlung erzählend vorbereitet, ohne in sie einzugreifen. Sie wird im Wesentlichen von dem Hauptdarsteller, dem Shite (göttlicher Geist), seinem Gegenspieler, dem maskenlosen Waki (Mensch), und ihren Gehilfen, dem Tsure bzw. Tomo, getragen. Shite und sein Tsure tragen Masken. Pantomime und Dialog wechseln ab; letzterer wird begleitet von einem kleinen Orchester (Trommeln und Flöten); gespielt wird nur von Männern. In den Pausen werden Possen (Kyogen) aufgeführt.
Wissenschaft
Die Krux mit der Anwendung
Apply or die!“, lautet eine Floskel, die auf eine eher ungeliebte Entwicklung im Forschungsbetrieb abzielt – „Wende an oder stirb!“ Sarkastisch steht sie für den zunehmenden Druck, dass die Wissenschaft möglichst Ergebnisse produzieren solle, die unmittelbar in konkrete Anwendungen münden können. Klar, das ist kein schlechtes...
Wissenschaft
Eine Gesundheit für alle
Eine neue Forschungsrichtung ruft dazu auf, die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen, ja sogar des Planeten zusammen zu betrachten. von SUSANNE DONNER Lange vor der Corona-Pandemie hatten Wissenschaftler gewarnt, die Krankheitsausbrüche bei Tieren und Menschen aufgrund von neuen Erregern würden sich häufen. Viren, die...