Lexikon
Oberösterreich
Flagge von Oberösterreich
© wissenmedia
Österreich: Bundesländer
Österreich: Bundesländer
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Oberösterreich hat Anteil am Böhmischen Massiv (Mühlviertel), am Alpenvorland und an den Nordalpen (Salzkammergut, Totes Gebirge, Sengsengebirge). In der Landwirtschaft dominiert die Viehzucht; Ackerbau wird besonders im Innviertel und im östlichen Alpenvorland betrieben; die Holzwirtschaft (34% der Fläche ist bewaldet) ist von großer Bedeutung; im Hausruck Braunkohlenbergbau; Salzgewinnung im Salzkammergut; Erdöl und Erdgas im Innviertel; wichtigste Industriezweige sind Schwer-, Gebrauchsgüter-, chemische und Nahrungsmittelindustrie sowie der Fahrzeugbau; Wasserkraftwerke an Donau, Inn und Enns; zahlreiche Thermal- und Mineralquellen; Fremdenverkehr.
Oberösterreich: Braunkohlenbergbau
Braunkohlenbergbau
Braunkohlenbergbau im oberösterreichischen Hausruck.
© Landesverband für Tourismus in Oberösterreich, Linz
Geschichte
Die Gebiete südlich der Donau gehörten zur römischen Provinz Noricum. Im 13. Jahrhundert erhielt Oberösterreich einen eigenen Landrichter, seit dem 15. Jh. leitete ein Landeshauptmann die Landesverwaltung. 1506 wurde Oberösterreich durch das Mondseer Land und 1779 durch das Innviertel erweitert. Während Reformation und Gegenreformation kam es vielfach zu Erhebungen der Bauern (oberösterreichischer Bauernkrieg 1626). 1861 erfolgte die offizielle Anerkennung als Erzherzogtum Österreich ob der Enns. Nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie wurde es als Bundesland Oberösterreich Teil der neu geschaffenen Republik. 1938–1945 bildete das um Gebiete im Süden und Norden erweiterte Oberösterreich den Hauptbestandteil des Reichsgaus Oberdonau.
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