Lexikon

Steiermark

Flagge der Steiermark
Österreich: Bundesländer
Österreich: Bundesländer
zweitgrößtes österreichisches Bundesland, mit 16 392 km2, 1,2 Mio. Einwohner, Hauptstadt Graz. Die Obersteiermark hat Anteil an den Nördlichen Kalkalpen und an den Zentralalpen, gegliedert durch die Längstalzonen von Enns, Mur und Mürz. Mittel- und Untersteiermark gehören im steirischen Randgebirge noch zu den Zentralalpen, daran schließt gegen Osten und Süden (Grazer Bucht) Hügelland an. Am dichtesten sind die großen Alpentäler besiedelt; im Hügelland reicher Feld- und Obstbau, im alpinen Bereich überwiegt der Wald; Viehzucht besonders in den Zentralalpen. Die wichtigsten Bodenschätze sind Eisenerz, Magnesit und Braunkohle; in der Mur-Mürz-Furche bedeutende Schwerindustrie, auch um Graz Industrieballung (Fahrzeugbau, Holzverarbeitung, Papierherstellung); Fremdenverkehr.

Geschichte

Nach 500 v. Chr. kamen Kelten in das von Illyrern bewohnte Gebiet, das im 1. Jahrhundert v. Chr. unter römische Herrschaft (Provinz Noricum bzw. Pannonien) geriet. Um 600 n. Chr. wanderten Slowenen ein. Im 8. Jahrhundert stand die Steiermark unter bayerischer, später unter karolingischer Herrschaft. Seitdem setzte eine starke deutsche Einwanderungsbewegung ein. 1180 wurde das Gebiet unter dem in Oberösterreich ansässigen Geschlecht der Ottokare (nach deren Stammsitz Steyr benannt) zum Herzogtum erhoben. 1192 fiel die Steiermark den Babenbergern zu. 1282 kam das Land an die Habsburger. Nach der Reformation wurde die Bevölkerung weitgehend protestantisch. Die 1578 zugesicherte Religionsfreiheit wurde seit 1600 wieder entzogen, der Katholizismus den steirischen Bürgern und Adligen erneut aufgezwungen. Nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie wurde die Steiermark Bundesland der Republik Österreich. Im Frieden von St.-Germain 1919/1920 wurde die Südsteiermark mit hauptsächlich slowenischer Bevölkerung an Jugoslawien abgetreten. 1938 bis 1945 war die Steiermark Reichsgau des Deutschen Reichs.
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