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LEXIKON

Oliveira

Manoel de, portugiesischer Filmregisseur, * 11. 12. (nach anderen Angaben 12. 12.) 1908 Porto; begann seine Regielaufbahn 1931 mit dem vom deutschen Expressionismus beeinflussten Dokumentarfilm „Harte Arbeit am Fluss Douro“. 1942 realisierte Oliveira seinen ersten Spielfilm „Aniki Bóbo“. Wegen fehlender Finanzierungsmöglichkeiten sowie des repressiven politischen Klimas in Portugal arbeitete Oliveira danach zeitweise als Winzer. Erst 1963 setzte er seine Karriere als Spielfilmregisseur mit dem Passionsfilm „Der Leidensweg Jesu in Curalha“ fort.
Als führender Autorenfilmer Portugals etablierte er sich endgültig seit den 1970er Jahren, gefördert insbesondere durch die mit dem Ende der Diktatur einsetzende Liberalisierung. In seinen Werken, die oft literarische Vorlagen adaptieren und stark vom Theater beeinflusst sind, setzt er sich u. a. mit dem Thema der gescheiterten Liebe sowie mit der Identität des portugiesischen Bürgertums auseinander: Tetralogie der gescheiterten Liebe („Vergangenheit und Gegenwart“ 1972, „Benilde, Jungfrau und Mutter“ 1975, „Das Verhängnis der Liebe“ 1979, „Francisca“ 1981); „Der seidene Schuh“ 1985; „Die Kannibalen“ 1988; „Non oder der vergängliche Ruhm der Herrschaft“ 1990; „Am Ufer des Flusses“ 1993; „Das Kloster“ 1995; „Reise an den Anfang der Welt“ 1997; „Ich geh' nach Hause“ 2001; „Belle toujours“ 2006; „O gebo e a sombra“ 2012.
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