Lexikon

Polyphonie

[
griechisch
]
in der Musik der mehrstimmige Satz mit selbständiger melodischer Führung der einzelnen Stimmen, im Gegensatz also zur Homophonie. Die Kunst der Polyphonie entwickelte sich in der europäischen Vokalmusik des späten Mittelalters zu ihrer ersten Blüte (franko-flämische Musik). Im 16. Jahrhundert erreichte der polyphone A-cappella-Stil seinen Höhepunkt. Die Übertragung dieses Stils auf die Instrumentalmusik führte zu neuen Formen, besonders zur Fuge. Sie galt als Nachweis höchster satztechnischer Meisterschaft. Viele Komponisten des 20. Jahrhunderts erneuerten die Polyphonie unter Aufgabe der traditionellen harmonischen Bindungen. Die Lehre vom polyphonen Satz heißt Kontrapunkt.
Esna
Wissenschaft

Die Himmelsdecke von Esna

Dass die astronomische Tempeldecke in Esna, 55 Kilometer südlich von Luxor, heute wieder erstrahlen kann wie vor rund 2.000 Jahren, ist einem Glücksfall zu verdanken – und der jahrelangen Arbeit eines deutsch-ägyptischen Expertenteams. von ROLF HEßBRÜGGE Man muss sich schon etwas den Hals verrenken, um diesen kostbaren...

Noch kein lebensfreundlicher Ort: Die junge Erde war einem enormen Bombardement aus dem All ausgesetzt. Kometen- und Planetoiden-Einschläge lieferten wertvolle Rohstoffe – darunter organische Moleküle und Wasser, die Grundlagen für die spätere Entstehung des Lebens.
Wissenschaft

Der Ursprung der Ozeane

Himmelsstein: Am 9. Juni 1952 schlug ein 107 Kilogramm schwerer Steinbrocken aus dem All in der kanadischen Provinz Alberta in einem Weizenfeld bei dem Weiler Abee ein. Es ist der größte bekannte Enstatit-Chondrit. Diese seltene Art von Steinmeteoriten wurde nach dem darin nachweisbaren Mineral Enstatit benannt, einem...

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