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LEXIKON

Robards

[ˈrɔbəds]
Jason, US-amerikanischer Schauspieler, * 26. 7. 1922 Chicago,  26. 12. 2000 Bridgeport, Conn.; ab 1947 am Theater und ab Ende der 1950er Jahre auch in Film und Fernsehen als vielseitiger Darsteller erfolgreich; Filme: „Zärtlich ist die Nacht“ 1962; „Spiel mir das Lied vom Tod“ 1968; „Die Unbestechlichen“ 1976 (Oscar); „Julia“ 1977 (Oscar); „Melvin und Howard“ 1980; „Die grellen Lichter der Großstadt“ 1988; „Philadelphia“ 1994; „Magnolia“ 1999.
  • Deutscher Titel: Spiel mir das Lied vom Tod
  • Original-Titel: C„ERA UNA VOLTA IL WEST
  • Land: Italien
  • Jahr: 1968
  • Regie: Sergio Leone
  • Drehbuch: Sergio Donati, Sergio Leone
  • Kamera: Tonino Delli Colli
  • Schauspieler: Henry Fonda, Charles Bronson, Claudia Cardinale, Jason Robards
Sergio Leone inszeniert mit »Spiel mir das Lied vom Tod« sein Meisterwerk. In zahlreichen Ländern Europas wird der Film als »König der Western« gefeiert und avanciert schon bald zum Dauerbrenner und Kultfilm; in den USA verzeichnet der Italo-Westernklassiker nur mäßigen Erfolg.
Die schöne Jill (Claudia Cardinale), eine ehemalige Prostituierte, will nach der Heirat mit einem verwitweten Farmer ein neues Leben beginnen. Doch als sie auf der Farm ankommt, ist ihre neue Familie ermordet worden. Verantwortlich dafür ist ein Eisenbahnbauer, der im gnadenlosen Kampf um Grundbesitz für die Trasse den Killer Frank (Henry Fonda) und seine Bande auf den Farmer angesetzt hat.
Doch Jill kämpft weiter um das Land: Freunde findet sie in dem Gauner Cheyenne (Jason Robards) und in einem Fremden (Charles Bronson) dessen Motive zunächst rätselhaft sind. Schließlich sind die Feinde besiegt, nur Frank und der Fremde stehen sich gegenüber. Was die Zuschauer längst ahnen, wird zur Gewissheit: Frank hat, als sein Gegner ein kleiner Junge war, dessen Vater sadistisch ermordet und soll nun dafür büßen.
Wie schon in »Für eine Hand voll Dollar« (1964) gibt es bei Leone keine vorbildlichen Helden; die Hauptfiguren tragen abgerissene Kleider, kennen außer Rache und selbst gewählter Loyalität keine Moral auch Hollywood-Idol Henry Fonda legt als Killer sein aufrichtiges Rollenbild ab.
Neben den Darstellern und brillanten Bildern trägt die Musik Ennio Morricones zum Erfolg bei. Nachdem seine Kompositionen, die sich wie ein roter Faden durch den Film ziehen, auf Tonträgern erscheinen, nehmen viele Kinos den Film erneut ins Programm ein einzigartiger Siegeszug beginnt.
  • Deutscher Titel: Die Unbestechlichen
  • Original-Titel: ALL THE PRESIDENT„S MEN
  • Land: USA
  • Jahr: 1976
  • Regie: Alan J. Pakula
  • Drehbuch: William Goldman
  • Kamera: Gordon Willis
  • Schauspieler: Dustin Hoffman, Robert Redford, Jack Warden
Alan J. Pakulas Polit-Thriller »Die Unbestechlichen« über den Watergate-Skandal wird bei seiner Premiere überschwänglich gefeiert und spielt schon in wenigen Tagen seine Produktionskosten wieder ein. Der Film hält sich dicht an die tatsächlichen Begebenheiten die 1974 zum Sturz von US-Präsident Richard Nixon geführt hatten.
Zwei Journalisten der »Washington Post« waren durch Zufall auf die Spur des Skandals gekommen: Mit unlauteren Methoden und der Hilfe von CIA und FBI hatte die Regierungspartei versucht ihren demokratischen Gegner zu sabotieren. Carl Bernstein und Robert Woodward hatten über ihre sensationellen Recherchen ein Buch geschrieben. Robert Redford kaufte die Rechte für 450 000 Dollar und produzierte den Film zusammen mit Walter Coblenz und Sam Pakula. Das Drehbuch von William Goldman entstand in enger Zusammenarbeit mit den Journalisten. Der nüchterne halb dokumentarische Stil des Politdramas vermittelt den Eindruck von Authentizität und macht die komplizierten politischen Verstrickungen durchschaubar. Dennoch bezieht es aus den realen Ereignissen um die Verschwörung im Weißen Haus beste Thriller-Spannung.
Redford und Dustin Hoffman spielen die zwei Reporter, die die Hintergründe zum Einbruch in das Watergate-Gebäude recherchieren. Gegen alle Widerstände verfolgen sie hartnäckig ihre Spur, die sie bis in höchste Regierungskreise führt. Die Aufdeckung des Skandals löst die größte innenpolitische Krise in der Geschichte der USA aus und erschüttert den Glauben an die amerikanische Demokratie.
Bei der Oscar-Verleihung 1977 wird der Film zunächst hoch gehandelt doch das Boxer-Märchen »Rocky« (1976) schlägt ihn.
  • Deutscher Titel: Philadelphia
  • Original-Titel: Philadelphia
  • Land: USA
  • Jahr: 1994
  • Regie: Jonathan Demme
  • Drehbuch: Ron Nyswaner
  • Kamera: Tak Fujimoto
  • Schauspieler: Tom Hanks, Denzel Washington, Mary Steenburgen, Antonio Banderas
Über drei Millionen Zuschauer hatte der Film über den Kampf des Aids-infizierten Anwalts Andrew Beckett (Tom Hanks) alleine in Deutschland. Beckett wird wegen angeblicher Versäumnisse in einem Fall aus seiner Kanzlei ausgeschlossen und wendet sich an den selbständigen Kollegen Joe Miller (Denzel Washington), um gegen die Entlassung zu klagen. Der geschasste Jurist glaubt, dass er wegen seiner Aids-Infektion und Homosexualität entlassen wurde. Der Prozess zieht sich für Beckett gefährlich in die Länge, da die Immunschwächekrankheit bei ihm ausbricht. Kurz vor seinem Tod erreicht er jedoch sein Ziel: Er gewinnt den Prozess und setzt damit ein Zeichen gegen die Diskriminierung Homosexueller und gegen die Ausgrenzung Aids-Infizierter Menschen in der modernen Gesellschaft.
Regisseur Demme gelingt eine sensible Verfilmung des schwierigen Themas. Die Balance zwischen Rührung und Ernsthaftigkeit wird aufrechterhalten, der Zuschauer langsam für den Stoff geöffnet. Hilfreich ist die Rolle des Anwalts Miller, der zunächst selbst sowohl körperliche Distanz wie moralische Bedenken gegenüber seinem Klienten hat, diese aber im Laufe der Zeit überwindet.
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