Wahrig Herkunftswörterbuch

Stich

mhd.
stich,
ahd.
stih entstand als Verbalabstraktum zu einer Form von stechen
[Info]
Stich: jemanden im Stich lassen
Zu den etymologisch umstrittensten Redewendungen gehört das auch heute noch verbreitete jemanden im Stich lassen „jemanden in einer schwierigen Situation allein lassen, ihm nicht helfen“. Von den zahlreichen Erklärungen ist eine besonders „stichhaltig“: die Herleitung der Redensart aus dem Turnierwesen bzw. aus dem bürgerlichen Stechen, das die Städte veranstalteten, als das Mittelalter sich dem Ende zuneigte. Es handelte sich dabei um Kampfspiele, die Ritterturniere nachahmten und bei denen Preise ausgesetzt waren dies ist auch die Quelle der Bedeutung von um etwas stechen „um einen Preis kämpfen“. Der Kampf wurde auch mit dem Wort Stich bezeichnet, was die ursprüngliche Bedeutung der Wendung gut erklärt: Fand man sich im Stich gelassen wieder, war man also allein im Kampf, so geriet man in Bedrängnis und sogar in tödliche Gefahr. Vom Kampfspiel übertrug man den Begriff Stich später auf andere Spiele, etwa Schieß, Kegel und Kartenspiele.
Mikrobiologie, Epibionten, Schildkröte
Wissenschaft

Per Anhalter durch den Ozean

Viele Meeresbewohner beherbergen einen Mikrokosmos aus Bakterien und anderen Kleinstlebewesen. Mikrobiologische Untersuchungen helfen, ihn zu erkunden. von BETTINA WURCHE Seekühe, Meeresschildkröten und sogar die kleinen Krill-Krebse haben auf ihren Reisen blinde Passagiere an Bord: Ihre Körperoberfläche sondert im Wasser einen...

Phaenomenal_NEU.jpg
Wissenschaft

Gähnen steckt an

Was das Gähnen über unser Einfühlungsvermögen verrät, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Gähnen ist eigentlich eine ziemlich unspektakuläre, alltägliche Angelegenheit. Zuerst bemerkt man nur ein Gefühl, das tief hinten zwischen Rachen und Ohren zu sitzen scheint. Dann öffnet sich der Mund ein wenig, und die Lungen saugen Luft ein....

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon