Wahrig Herkunftswörterbuch

Stich

mhd.
stich,
ahd.
stih entstand als Verbalabstraktum zu einer Form von → stechen
[Info]
Stich: jemanden im Stich lassen
Zu den etymologisch umstrittensten Redewendungen gehört das auch heute noch verbreitete jemanden im Stich lassen „jemanden in einer schwierigen Situation allein lassen, ihm nicht helfen“. Von den zahlreichen Erklärungen ist eine besonders „stichhaltig“: die Herleitung der Redensart aus dem Turnierwesen bzw. aus dem bürgerlichen Stechen, das die Städte veranstalteten, als das Mittelalter sich dem Ende zuneigte. Es handelte sich dabei um Kampfspiele, die Ritterturniere nachahmten und bei denen Preise ausgesetzt waren – dies ist auch die Quelle der Bedeutung von um etwas stechen „um einen Preis kämpfen“. Der Kampf wurde auch mit dem Wort Stich bezeichnet, was die ursprüngliche Bedeutung der Wendung gut erklärt: Fand man sich im Stich gelassen wieder, war man also allein im Kampf, so geriet man in Bedrängnis und sogar in tödliche Gefahr. Vom Kampfspiel übertrug man den Begriff Stich später auf andere Spiele, etwa Schieß–, Kegel– und Kartenspiele.
Fischer_NEU_02.jpg
Wissenschaft

Die Erfahrungsmaschine

Das Wort „Erfahrung“ kann man philosophisch-menschlich verstehen, wenn man jemandem attestiert, viel erlebt und dabei seine Kenntnisse der Welt erweitert zu haben. Man kann es aber auch wörtlich nehmen und sich etwa fragen, wie weit man mit seinem Auto eine Gegend erfahren hat. Was auch immer gemeint ist oder gemacht wird, zeigt...

Wissenschaft

»Ein wichtiger Punkt ist das Tempo bei der Fahrzeugentwicklung«

Chinesische Automobilhersteller scheinen ihre Konkurrenten aus westlichen Ländern mehr und mehr abzuhängen. Stefan Bratzel erläutert, was dahintersteckt und wie hiesige Unternehmen dagegenhalten können. Das Gespräch führte Heike Stüvel China dominiert den Elektroauto-Markt. Was sind die Gründe, Herr Professor Bratzel? Der Erfolg...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon