Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
verlassen1
ver|lạs|sen1 I.
〈mit Akk.〉
1.
etwas oder jmdn. v.
von etwas oder jmdm. weggehen, sich entfernen;
eine Stadt, seine Heimat v.; er verlässt im Herbst die Schule; wir verließen die Straße und bogen in einen Feldweg ein; er hat soeben das Haus v.
er ist eben weggegangen;
der Brief hat heute das Haus v.
der Brief ist heute weggeschickt worden;
ich verlasse euch jetzt
ich muss jetzt gehen;
willst du uns schon v.?
musst du schon gehen?;
eine verlassene Gegend
eine öde, menschenleere Gegend;
der Platz lag v. im Sonnenlicht
menschenleer, ausgestorben
2.
jmdn., ein Tier v.
im Stich lassen, von jmdm., einem Tier weggehen und ihn, es allein (und zunächst hilflos) zurücklassen;
er hat sie v.; die Vogelmutter hat das Junge v.; und da verließen sie ihn (erg.: die Gedanken, die guten Geister o. Ä.)
〈ugs.〉
da wusste er nicht weiter;
du bist wohl von allen guten Geistern v.?
〈ugs.〉
du bist wohl nicht gescheit?, was denkst du dir eigentlich?;
er war ganz v.; das Kind saß v. da
allein und einsam;
er sah so v. aus
er sah so einsam aus
II.
〈refl.〉
1.
sich auf etwas v.
damit rechnen, dass etwas geschieht, dass etwas getan wird, dass etwas richtig, wahr ist;
ich verlasse mich darauf, dass ihr pünktlich kommt; sich auf jmds. Aussage, Zusage, Urteil v.; so ist es, verlass dich drauf!
〈ugs.〉
du kannst sicher sein, dass es so ist
2.
sich auf jmdn. v.
damit rechnen, dass jmd. etwas tut oder weiß;
ich habe mich auf dich v.; auf ihn kann man sich immer v.
er ist zuverlässig
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