Lexikon
Staatsroman
ein Roman, der auf der Grundlage der Darstellung bestehender oder vergangener Staatsformen eine politische, soziale oder wirtschaftliche Lehre entwickelt oder ein Staatsideal darstellt; in Form einer Utopie oder als Fürstenspiegel besonders im Barock gepflegt. Bekannte Staatsromane sind: T. More, „Utopia“ 1516; F. Bacon, „Nova Atlantis“ 1627. Andere Romane enthalten teilweise Gedanken eines Staatsromans, z. B. H. J. C. von Grimmelshausens „Simplicissimus“. Später wurde der Staatsroman oft mit Reisebeschreibungen verbunden, z. B. in J. G. Schnabels „Insel Felsenburg“ 1731–1743; ferner: H. G. Wells, „A Modern Utopia“ 1905; A. Huxley, „Brave New World“ 1932; E. Jünger, „Heliopolis“ 1949; G. Orwell, „1984“ 1949.
Grimmelshausen, Hans Jakob Christoffel von
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen
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- Erscheinungsjahr: 1949
- Veröffentlicht: Bundesrepublik Deutschland und DDR
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Heliopolis
- Genre: Roman
Der utopische Roman »Heliopolis, Rückblick auf eine Stadt« von Ernst Jünger (* 1895), erschienen im Verlag Heliopolis in Tübingen, ist die Beschreibung einer Welt- und Residenzstadt der Zukunft, die als Rahmen für die Erörterung von Grundfragen der menschlichen Existenz dient: Gewalt, Widerstand, Freiheit, Wissen, Macht und Liebe.
- Erscheinungsjahr: 1949
- Veröffentlicht: Großbritannien
- Verfasser:
- Deutscher Titel: 1984
- Original-Titel: Nineteen Eighty-Four
- Genre: Roman
In seinem 1949 erschienenen Roman »1984« – die »84« ist eine Umkehrung von »48«, dem Jahr, in dem der Autor das Buch verfasste – beschreibt George Orwell (* 1903, † 1950) die Zerstörung des Individuums durch eine perfektionierte Staatsmaschinerie. Symbol des totalitären Überwachungsstaates ist der allgegenwärtige »Große Bruder«, durch den der Mensch permanent kontrolliert und diszipliniert wird.
Die deutsche Übersetzung erscheint 1950.
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