Lexikon
Bacon
Bacon, Francis
Francis Bacon
© wissenmedia
Bacon gilt als Begründer des englischen Empirismus; er war dabei ein fantasiereicher Programmatiker, glänzender Essayist („Essays“ 1597 und 1625, im epigrammatischen Stil gehaltene Darstellung praktischer Lebensweisheit in den verschiedensten Bereichen) und scharfsinniger Kritiker der Scholastik. Von seinem geplanten Hauptwerk („Instauratio magna“) ist „De dignitate et augmentis scientiarum“ (1623) eine Wissenschaftsklassifikation, während das „Novum Organon“, der unvollendete 2. Teil (1620), erkenntnistheoretische und logische Untersuchungen enthält. Im Gegensatz zum „Organon“ des Aristoteles wollte Bacon an die Stelle der Spekulation die Erfahrung setzen, gesichert durch Experiment und methodische Induktion. Ziel war für ihn die Erweiterung der menschlichen Herrschaft über die Natur („Wissen ist Macht“). Das Weltverständnis Bacons begründete am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit eine Tradition der Wissenschaftsgläubigkeit. In der Utopie „Nova Atlantis“ (1627) entwarf Bacon einen idealen Staat, in dem mit Hilfe von Wissenschaft und Technik alle Übel beseitigt sind.
Wissenschaft
Die Stadt als Rohstoff-Mine
Die Rohstoffe vieler Häuser und Autos landen nach deren Lebensende auf dem Müll. Forscher wollen die wertvollen Materialien zurückgewinnen. von MARTIN ANGLER Alle Labors sind kalt, weiß und steril? Von wegen. Die Wohnung Nr. 270 im Schweizer Städtchen Dübendorf ist lichtdurchflutet und hat warme Holzböden mit flauschigen...
Wissenschaft
Am Kern der Zeit
Auf dem langen Weg zur hypergenauen Zeitmessung gibt es Fortschritte: Noch präziser als die heutigen Atomuhren sollen eines Tages sogenannte Kernuhren sein. von DIRK EIDEMÜLLER Die Menschheit hat verstanden, wie Sterne entstehen und vergehen, wie der Kosmos wächst, wie Tierarten sich entwickeln und aussterben. Doch nichts ist so...