Lexikon
Bacon
Bacon, Francis
Francis Bacon
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Bacon gilt als Begründer des englischen Empirismus; er war dabei ein fantasiereicher Programmatiker, glänzender Essayist („Essays“ 1597 und 1625, im epigrammatischen Stil gehaltene Darstellung praktischer Lebensweisheit in den verschiedensten Bereichen) und scharfsinniger Kritiker der Scholastik. Von seinem geplanten Hauptwerk („Instauratio magna“) ist „De dignitate et augmentis scientiarum“ (1623) eine Wissenschaftsklassifikation, während das „Novum Organon“, der unvollendete 2. Teil (1620), erkenntnistheoretische und logische Untersuchungen enthält. Im Gegensatz zum „Organon“ des Aristoteles wollte Bacon an die Stelle der Spekulation die Erfahrung setzen, gesichert durch Experiment und methodische Induktion. Ziel war für ihn die Erweiterung der menschlichen Herrschaft über die Natur („Wissen ist Macht“). Das Weltverständnis Bacons begründete am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit eine Tradition der Wissenschaftsgläubigkeit. In der Utopie „Nova Atlantis“ (1627) entwarf Bacon einen idealen Staat, in dem mit Hilfe von Wissenschaft und Technik alle Übel beseitigt sind.
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