Lexikon
Stạlin
eigentlich DschugaschwiliTerrorherrschaft
Mit größter Härte betrieb Stalin unter der Parole „Aufbau des Sozialismus in einem Land“ die Industrialisierung der UdSSR und die Zwangskollektivierung der sowjetischen Landwirtschaft. Die Kollektivierung führte zu einer Hungerkatastrophe, die Millionen Menschenleben forderte. 1932 beging Stalins zweite Ehefrau, Nadeschda Allilujewa, nach Auseinandersetzungen mit dem Diktator Selbstmord. Die Ermordung S. M. Kirows, des Parteisekretärs von Leningrad, löste 1934 die „Große Säuberung“ aus, der nicht nur alle potenziellen Gegner, sondern auch Hunderttausende treuer Anhänger zum Opfer fielen. In einer Reihe von Schauprozessen ließ der Diktator echte oder vermeintliche Widersacher, deren Persönlichkeit durch Folter gebrochen worden war, aburteilen. Mit der Einrichtung eines Systems von Straf- und Zwangsarbeitslagern (Gulag) wurde der stalinistische Terror perfektioniert. 1937/38, am Vorabend des 2. Weltkriegs, wurde das Militär zum Ziel der stalinistischen Säuberungen. Über 35 000 Offiziere wurden verhaftet oder aus den Streitkräften entlassen, die Rote Armee dadurch stark geschwächt.
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