Lexikon

Südsudan

Staat und Politik

Mit der Unabhängigkeit am 9. 7. 2011 trat eine Übergangsverfassung in Kraft, nach der Südsudan eine präsidiale Republik auf der Basis von Gewaltenteilung, allgemeinen Bürger- und Menschenrechten sowie einem Mehrparteiensystem ist. Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist der Präsident mit vierjähriger Amtszeit. Er hat weitreichende Vollmachten. So ernennt der Präsident die Gouverneure, kann die Regierung entlassen und den Ausnahmezustand verhängen. Der vom Präsidenten ernannte Vizepräsident muss vom Parlament mit Zweidrittelmehrheit bestätigt werden. Die Legislative besteht aus zwei Kammern, der Nationalversammlung und dem Staatsrat. Zur Nationalversammlung gehören die 170 im April 2010 gewählten Abgeordneten der South Sudan Legislative Assembly (SSLA) sowie die südsudanesischen Abgeordneten, die ein Mandat in der Nationalversammlung des Sudans hatten. Der Staatsrat setzt sich aus den bisherigen südsudanesischen Mitgliedern des Staatsrates von Sudan sowie weiteren zwanzig vom Präsidenten ernannten Mitgliedern zusammen (Legislaturperiode für beide Kammern vier Jahre). Einflussreichste Parteien: Sudan People's Liberation Movement (SPLM), Sudan People's Liberation Movement for Democratic Change (SPLM-DC) und National Congress Party (NCP). Die zehn Bundesstaaten werden von Gouverneuren regiert.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
  3. Bevölkerung
  4. Staat und Politik
  5. Wirtschaft
  6. Geschichte
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