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LEXIKON

Thaksin Shinawatra

thailändischer Politiker (TRT),* 26. 7. 1949 San Kamphaeng, Provinz Chiang Mai; wurde an der thailändischen Polizeiakademie ausgebildet und trat 1973 in den Polizeidienst ein. 1978 promovierte er in den USA in Kriminologie. Thaksin betätigte sich in den 1980er Jahren zunehmend als Unternehmer im Telekommunikationssektor. 1987 quittierte er den Polizeidienst und gründete die Shinawatra Computer & Communication Corporation, die zum größten thailändischen Telekommunikationsunternehmen wurde. In der Folgezeit verfolgte er auch eine politische Laufbahn und fungierte 1994/95 als Außenminister, 1995/96 und 1997 als stellvertretender Premierminister. 1998 gründete er die Partei Thais lieben Thais (Thai Rak Thai, TRT), mit der er die Parlamentswahlen 2001 gewann. Als Premierminister betrieb er eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik. Seine Regierung ging mit massiven Mitteln gegen die Drogenkriminalität vor und verhängte das Kriegsrecht in den muslimischen Südprovinzen. Bei den Parlamentswahlen 2005 gewann die TRT eine Dreiviertelmehrheit, Thaksin blieb Premierminister. Nach Demonstrationen gegen seine Amtsführung setzte er 2006 Neuwahlen an, die von der Opposition boykottiert wurden. Im April 2006 erklärte er seinen Rücktritt, nahm aber kurze Zeit später die Amtsgeschäfte wieder auf. Schließlich wurde er während eines Auslandsaufenthaltes im September 2006 vom Militär gestürzt. Thaksin ging ins Exil nach London. 2007 erwarb er die Hauptanteile am englischen Fußballverein Manchester City. Im Februar 2008 kehrte der inzwischen wegen Korruption angeklagte Thaksin nach Thailand zurück, im August 2008 setzte er sich erneut ins Exil nach Großbritannien ab. Dort verkaufte er Manchester City an einen arabischen Investor. Thaksin wurde in Abwesenheit im Oktober 2008 wegen Korruption zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.
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