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LEXIKON

Vdeorecorder

Videokassettenrecorder
Gerät, das Bilder aufzeichnen und wiedergeben kann. Bei Videorecordern mit Magnetbandaufzeichnung liegen die Spuren auf dem Band im Gegensatz zum Tonbandgerät nicht längs, sondern die Information eines Halbbildes wird schräg zur Laufrichtung des Bandes aufgezeichnet. Das Magnetband läuft an einer sich drehenden Trommel vorbei, auf der die Bildköpfe (Videoköpfe) aus Mangan-Zink-Ferrit-Einkristallen befestigt sind. Die Köpfe bringen bei der Aufnahme das Signal auf das Band, indem sie kleine Abschnitte des vorbeilaufenden Bandes magnetisieren. Beim Abspielen wandeln sie die magnetischen Impulse in elektrische um. Es bestehen bei den verschiedenen Videosystemen Unterschiede in der Bandbreite, in der Lage der Bild- und Tonspuren auf dem Band und in der Bandgeschwindigkeit. Daher sind Bänder und Geräte verschiedener Systeme nicht austauschbar (inkompatibel). Im Heimvideobereich sind vor allem Systeme mit Bändern von einem halben Zoll (z. B. VHS) sowie 8 mm (z. B. Video 8) Breite verbreitet. Die Toninformation wird getrennt von der Bildinformation mit zwei getrennten Tonköpfen gespeichert.
Heimrecorder haben häufig einen Timer, der die Möglichkeit bietet, Aufzeichnungszeiten mit Hilfe von VPS (Video-Programmiersystem) oder Showview vorzuprogrammieren, die Möglichkeit, Standbilder einzufrieren, eine Einzelbildschaltung, die ein Bild nach dem anderen abrufen kann, Zeitlupe und Zeitraffer. Außer Fernsehsignalen lassen sich auch Aufnahmen von Videokameras aufzeichnen.
Zunehmende Verbreitung finden seit 2001 digitale DVD-Recorder, die verschiedene beschreib- bzw. wiederbeschreibbare und wechselbare magnetooptische Speichermedien wie z. B. DVD-R, DVD+RW, DVD-RAM und DVD-RW unterstützen. DVD-Recorder mit Festplattenspeicher bieten eine hohe Speicherkapazität (z. B. bis zu 52 h Videospieldauer bei 40 GB) und ermöglichen während einer Aufnahme die gleichzeitige Wiedergabe aufgezeichneter Filme.
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