Lexikon
Villes nouvelles
[vil nuˈvɛl; französisch, neue Städte]
seit 1965 geplanter und seit Mitte der 1970er Jahre begonnener Bau von insgesamt neun Städten am Rande französischer Ballungszentren zur Entlastung hochgradig überlasteter Metropolen. Das Städtebauprogramm entstand aus der Situation starker Bevölkerungszunahme, unzureichender Infrastruktur und teils desolatem Nachkriegs-Wohnungsbestand. Um Paris entstanden fünf Villes nouvelles (u. a. Marne-la-Vallée von R. Bofill), weitere vier bei Lille, Lyon, Marseille und Rouen. Daneben zählen zu den Villes nouvelles auch Siedlungen im Languedoc (La Grande-Motte) und in den Alpen (Tignes), die für die touristische Erschließung errichtet wurden.
Wissenschaft
Der Sinn des Vergessens
Es ist lästig, sich an etwas nicht erinnern zu können. Aber dass wir nicht alles im Gedächtnis behalten, ist eine lebenswichtige Leistung des Gehirns. von rolf heßbrügge Versäumte Termine, Versagen in Prüfungen, geistiger Verfall – Vergesslichkeit ist gefürchtet. Dabei hat es auch eine gute Seite, dass der Mensch vergessen kann:...
Wissenschaft
Stabile Fallschirme dank Kirigami-Muster
Bei der japanischen Kunst des Kirigami wird Papier so geschnitten und gefaltet, dass es dreidimensionale Strukturen formt. Inspiriert von dieser Technik haben Forschende nun eine neue Art von Fallschirmen entwickelt. Als Ausgangsmaterial dient eine flache Plastikscheibe, in die zahlreiche versetzte Schlitze geschnitten werden. Im...