Lexikon
Villes nouvelles
[vil nuˈvɛl; französisch, neue Städte]
seit 1965 geplanter und seit Mitte der 1970er Jahre begonnener Bau von insgesamt neun Städten am Rande französischer Ballungszentren zur Entlastung hochgradig überlasteter Metropolen. Das Städtebauprogramm entstand aus der Situation starker Bevölkerungszunahme, unzureichender Infrastruktur und teils desolatem Nachkriegs-Wohnungsbestand. Um Paris entstanden fünf Villes nouvelles (u. a. Marne-la-Vallée von R. Bofill), weitere vier bei Lille, Lyon, Marseille und Rouen. Daneben zählen zu den Villes nouvelles auch Siedlungen im Languedoc (La Grande-Motte) und in den Alpen (Tignes), die für die touristische Erschließung errichtet wurden.
Wissenschaft
Postmoderne Molekularküche
Mit der Fermentation beleben Biotechnologen derzeit das älteste bekannte Konservierungsverfahren neu. Die Nahrung der Zukunft überrascht mit neuem Geschmack und hält ohne Zusatzstoffe länger. von SUSANNE DONNER Das Essen der Zukunft kann ebenso verstören wie verblüffen. Es erinnert oft an altbekannte Produkte wie Brie oder Feta,...
Wissenschaft
Vom Winde verweht
Viele Lebewesen nutzen die Atmosphäre, um ihre Keimzellen auszutauschen oder ihre Nachkommen auf die Suche nach neuen Lebensräumen zu schicken. Umherfliegende Pollen, Sporen und Samen leisten ihnen dabei wertvolle Unterstützung. Von THOMAS ZAUNER An manch schönem Frühlingstag ziehen ganze Schwaden Pollen umher. Sie sinken als...