Lexikon

Weiße Rose

deutsche Geschichte
ein studentischer Freundeskreis in München, der 1942/43 dort und in anderen Städten durch Flugblätter und Wandparolen unter dem Symbol der weißen Rose zum ethisch und christlich begründeten Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime aufrief.
Zum Kern der Weißen Rose gehörten die Studenten Willi Graf, Christoph Probst, Alexander Schmorell und die Geschwister Hans und Sophie Scholl sowie Professor Kurt Huber. Daneben umfasste der Widerstandskreis weitere Personen aus überwiegend bürgerlich-akademischem Milieu. Im Sommer 1942 versandte die Weiße Rose per Post anonym vier von H. Scholl u. A. Schmorell verfasste Flugblätter gegen die Politik der Hitler-Diktatur. Es folgte die Verteilung einer fünften Flugschrift mit einer Auflage von mehreren tausend Exemplaren in Süddeutschland und Österreich. Im Februar 1943 schrieben Mitglieder der Weißen Rose in nächtlichen Aktionen auch Parolen gegen das NS-Regime auf Gebäudewände in München. Nach der Verteilung des sechsten Flugblatts, das von K. Huber konzipiert worden war, in der Münchener Universität wurden H. und S. Scholl am 18. 2. 1943 verhaftet. Der Volksgerichtshof verurteilte sie gemeinsam mit C. Probst zum Tode. Die Hinrichtung erfolgte am 22. 2. 1943. K. Huber und A. Schmorell wurden am 13. 7. 1943 hingerichtet, W. Graf am 12. 10. 1943. Auch gegen andere am Widerstand Beteiligte fanden Prozesse statt. Vor dem Eingang der Ludwig-Maximilians-Universität in München erinnert ein Mahnmal an die Weiße Rose.
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