Lexikon

Wstern

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englisch
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amerikanische Roman- bzw. Filmgattung, deren Handlung im nordamerikanischen „Wilden Westen“ spielt. Der Wildwestroman ist als literarisches Genre etwa ab 1860 bekannt. Als amerikanische Variante des Abenteuerromans schildert er Ereignisse aus der Besiedlung des amerikanischen Westens. Die Handlungsstruktur ist einfach und bisweilen klischeehaft. Geschichten über das raue Leben der ersten Siedler, über Kämpfe der Pioniere mit den Indianern bzw. der Siedler, Cowboys und Goldsucher untereinander oder mit den Gesetzlosen symbolisieren den Konflikt zwischen Zivilisation und Wildnis, im weiteren Sinne auch zwischen Gut und Böse. Typisch für den Western ist die idealisierte Darstellung des amerikanischen Pioniergeistes, häufig in Gestalt des männlichen Westernhelden, der Freiheit und Selbstbestimmung verkörpert und sich selbst bisweilen mit Gewalt Recht und Gesetz schafft. Vorläufer des Western sind die Werke von J. F. Cooper („Lederstrumpf“-Romane, 18231841), F. B. Harte und Mark Twain. Den ersten eigentlichen Western schrieb Edward Z. C. Judson um die legendäre Gestalt des Pioniers und Büffeljägers Buffalo Bill. Um die Jahrhundertwende erlebte der Westernroman seine Blüte. Owen W. Wister gelang es, mit seinem klassischen Western „The Virginian“ (1902) den Cowboy in die Literatur zu integrieren. Auch in Europa wurden Wildwestromane übersetzt und nachgeahmt, in Frankreich besonders durch Gustave Aimard, in England durch Thomas M. Reid und in Deutschland mit großem Erfolg durch K. May. In Form meist preiswerter Heftreihen erreicht der Western-Roman in Europa ein Millionenpublikum.
Auch als Filmgattung durchlief der Western eine Entwicklung vom klassischen Wildwestfilm bis hin zur serienmäßigen Massenproduktion im Fernsehen. Der erste Wildwestfilm entstand 1903 in den USA: „Der große Eisenbahnraub“ (von Edwin S. Porter). Der Western ist die dauerhafteste US-amerikanische Filmgattung. Sie wurde ab 1962 in Deutschland mit Karl-May-Verfilmungen übernommen und ab 1964 in Italien (Italo-Western) weiterentwickelt. Berühmte US-amerikanische Regisseure sind J. Ford und H. Hawks.
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