Lexikon

Wolff

Wolf
Wolff, Christian von
Christian von Wolff
Christian (seit 1745) Reichsfreiherr von, deutscher Philosoph, * 24. 1. 1679 Breslau,  9. 4. 1754 Halle (Saale); seit 1707 Professor in Halle, 1723 auf Betreiben der theologischen Fakultät unter dem Vorwurf der Religionsfeindlichkeit des Landes verwiesen; nach Lehrtätigkeit in Marburg 1740 von Friedrich dem Großen nach Halle zurückberufen. Von Leibniz ausgehend, schuf Wolff ein umfassendes rationalistisches System, durch das die Theologie aus ihrer Vorrangstellung verdrängt und die gesamte deutsche Aufklärung entscheidend beeinflusst wurde. Durch die in deutscher Sprache geschriebenen Werke legte Wolff den Grund zu einer deutschen philosophischen Terminologie. Wolffs Schüler, die sog. Wolffianer (G. B. Bilfinger, A. G. Baumgarten, J. C. Gottsched, M. Knutzen, G. F. Meier), hatten an fast allen deutschen Universitäten philosophische Lehrstühle. Hauptwerke: „Anfangsgründe aller mathematischen Wissenschaften“ 4 Bände 1710; „Vernünftige Gedanken von Gott, der Welt und der Seele des Menschen“ 1721.
Foto einer blühenden Pflanze der Art Asarum simile
Wissenschaft

Ursprung des Aasgeruchs mancher Blumen entdeckt

Manche Pflanzen locken bestäubende Insekten nicht mit süßen Düften an, sondern mit dem Gestank der Verwesung. Wie Blumen diese „Stinkstoffe“ herstellen, haben nun Biologen mittels DNA-Vergleichen von Asarum-Pflanzen herausgefunden. Demnach weisen die Blütenzellen bei einigen Arten in ihrem Erbgut Veränderungen in einem einzelnen...

Elektronenwirbel im Graphen
Wissenschaft

Elektronenwirbel im Graphen

In dem zweidimensionalen Kohlenstoffmaterial Graphen verhalten sich Elektronen anders als normal: Sie bewegen sich wie eine Flüssigkeit und können auch Wirbel bilden. Solche Elektronenwirbel im Graphen haben Physiker nun erstmals direkt sichtbar gemacht. Dies gelang ihnen mit Hilfe eines hochauflösenden Quanten-Magnetfeldsensors...

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