Lexikon
Zeitmessung
die Messung der Dauer zweier zeitlich getrennter Ereignisse; im Altertum durch die aus einem Behälter ausgelaufene Menge von Flüssigkeit oder Sand (Sanduhr), heute durchweg durch periodische Vorgänge, deren Frequenz sich nicht ändert (z. B. Pendel-, Quarz-, neuerdings auch Atomuhren). In der Wissenschaft wird der Zeitmessung als Zeiteinheit die Umdrehungszeit der Erde um ihre Achse in bezug auf ein von Kräften unbeeinflusstes räumliches System (Inertialsystem) zugrunde gelegt und als „siderischer Tag“ bezeichnet; aus ihm lassen sich die praktischen Zeiteinheiten (Sterntag und mittlerer Sonnentag) ableiten. Doch ist der Tag kein absolut konstantes Zeitmaß, sondern schwankt. Ein Zeitmaß, aus dem diese Ungleichförmigkeiten eliminiert sind, wird als Newton’sche Zeit oder Inertialzeit bezeichnet (da nur für die mit einer solchen Zeit berechneten Geschwindigkeiten und Beschleunigungen der Himmelskörper das Newton’sche Gravitationsgesetz streng gilt). Eine hohe, in der Praxis mögliche Annäherung an die Inertialzeit stellen die Ephemeridenzeit und neuerdings die dynamische Zeit dar. Die Ephemeridenzeit wird zur Berechnung der Ephemeriden allgemein benützt.
Wissenschaft
Helium-Regen und ausgefranster Kern
Das Innere der Riesenplaneten im Sonnensystem ist äußerst exotisch, wie Daten von Raumsonden und Laborexperimenten zeigen. von THOMAS BÜHRKE Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sind die Riesen im äußeren Sonnensystem. Diese Gasplaneten besitzen 99,5 Prozent der Gesamtmasse aller Planeten. Im Inneren Jupiters fänden mehr als 1300...
Wissenschaft
Haben kleine Sterne besondere Planeten?
Wie erdähnlich könnten die Welten um die vielen stellaren Winzlinge des Weltalls sein? Hinweise dazu hat nun der analytische Blick des Webb-Teleskops auf die planetenbildende Scheibe eines sehr massearmen Jung-Sterns geliefert. Sie enthält demnach viele kohlenstoffhaltige Verbindungen und offenbar wenig sauerstoffhaltige Gase....