Lexikon

Zeitmessung

die Messung der Dauer zweier zeitlich getrennter Ereignisse; im Altertum durch die aus einem Behälter ausgelaufene Menge von Flüssigkeit oder Sand (Sanduhr), heute durchweg durch periodische Vorgänge, deren Frequenz sich nicht ändert (z. B. Pendel-, Quarz-, neuerdings auch Atomuhren). In der Wissenschaft wird der Zeitmessung als Zeiteinheit die Umdrehungszeit der Erde um ihre Achse in bezug auf ein von Kräften unbeeinflusstes räumliches System (Inertialsystem) zugrunde gelegt und als „siderischer Tag“ bezeichnet; aus ihm lassen sich die praktischen Zeiteinheiten (Sterntag und mittlerer Sonnentag) ableiten. Doch ist der Tag kein absolut konstantes Zeitmaß, sondern schwankt. Ein Zeitmaß, aus dem diese Ungleichförmigkeiten eliminiert sind, wird als Newton’sche Zeit oder Inertialzeit bezeichnet (da nur für die mit einer solchen Zeit berechneten Geschwindigkeiten und Beschleunigungen der Himmelskörper das Newton’sche Gravitationsgesetz streng gilt). Eine hohe, in der Praxis mögliche Annäherung an die Inertialzeit stellen die Ephemeridenzeit und neuerdings die dynamische Zeit dar. Die Ephemeridenzeit wird zur Berechnung der Ephemeriden allgemein benützt.
Insekt, Blatt
Wissenschaft

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Buch,_Max-Delbrueck-Centrum_fuer_Molekulare_Medizin
Auf_dem_Bild:_Dr._Mina_Gouti
Foto:_Pablo_Castagnola
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