Lexikon
Galilẹi
Galilei, Galileo
Galileo Galilei
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Entdeckungen und Erfindungen
1581–85 studierte Galilei in Pisa Medizin, danach in Florenz Mathematik. 1589–92 war er Lektor in Pisa, 1592–1610 Prof. in Padua und ab 1610 Hofmathematiker in Florenz.
Durch seine Experimente schuf Galilei die Grundlagen der klassischen Mechanik. So formulierte er bereits als Student das Gesetz der Schwingungsdauer des Pendels und konstruierte eine hydrostatische Waage zur Bestimmung spezifischer Gewichte. In Padua leitete er 1589 in reinen Gedankenexperimenten die Fallgesetze her. Dort erfand er u. a. auch den Proportionalzirkel und nutzte die Konstanz kleiner Pendelschwingungen zur Zeitmessung aus. Mit dem 1609 von ihm gebauten Fernrohr entdeckte er z. B. die Mondberge, die vier hellsten Jupitermonde, die Sonnenflecken und die Phasenwechsel von Venus und Merkur.
Konflikt mit der Kirche
1615 geriet er wegen seines Bekenntnisses zum heliozentrischen Weltsystem des Kopernikus mit der römischen Kirche in Konflikt, die ihn im Jahr darauf zum Schweigen verurteilte. 1626–30 entstand seine Schrift „Dialog über die beiden hauptsächlichsten Weltsysteme, das Ptolemäische und das Kopernikanische“, in der er erneut die Richtigkeit des heliozentrischen Weltbildes zu beweisen suchte. Wegen Ungehorsams und Ketzerei angeklagt, widerrief er 1633 in Rom vor dem Inquisitionsgericht. Dass er seinen Widerruf mit den Worten „Eppur si muove“ („Und sie [die Erde] bewegt sich doch“) zurückgenommen habe, ist Legende.
Galilei blieb bis zu seinem Tod als Gefangener der Inquisition unter Hausarrest. Ein letztes Werk zur Mechanik erschien 1638 in Leiden. Erst im Jahr 1992, 350 Jahre nach seinem Tod, wurde Galilei von Papst Johannes Paul II. rehabilitiert.
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