Lexikon
Kopẹrnikus
Koppernigk; Coppernicus; CopernicusKopernikus, Nikolaus
Nikolaus Kopernikus
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Kopernikus studierte zunächst in Krakau Mathematik und Astronomie, ab 1496 in Bologna v. a. Rechtswissenschaft, ab 1501 in Padua Medizin und promovierte schließlich 1503 in Ferrara zum Doktor des Kirchenrechts. Nach Polen zurückgekehrt, bekleidete er sein Leben lang Kirchenämter (ab etwa 1512 als Domherr in Frauenburg).
Während seines Italienaufenthalts widmete er sich u. a. astronomischen Studien. Kurz nach seiner Rückkehr aus Italien (noch vor 1510) fasste Kopernikus seine Erkenntnisse der neuen Astronomie in der Schrift „Commentariolus“ zusammen. Hier sind bereits sämtliche Grundzüge der Theorie (kopernikanisches Weltsystem) zu finden, die den Umsturz des bisherigen Weltbildes brachten: die zentrale Stellung der Sonne und die dreifache Bewegung der Erde (24-stündige Rotation, jährliche Bahnbewegung um die Sonne sowie die langperiodische Schwankung der Erdachse).
Sein Hauptwerk „De revolutionibus orbium coelestium“, in dem er die gesamte Astronomie auf der Basis der heliozentrischen Auffassung mathematisch-geometrisch beschrieb, erschien erst kurz vor seinem Tode in Nürnberg. Der lutherische Theologe A. Osiander stellte ihm ein Vorwort voran, in dem er das heliozentrische Weltsystem – im Widerspruch zu Kopernikus – als ein rein hypothetisches auswies. Kopernikus löste zwar das geozentrische durch ein heliozentrisches Weltsystem ab, unterließ es jedoch, die physikalischen Grundlagen jenes Systems (z. B. Kreisförmigkeit der Bahnen) in Zweifel zu ziehen.
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