Gesundheit A-Z

Tetanie

neuromuskuläre Übererregbarkeit, vor allem durch Kalziummangel (hypokalzämische Tetanien). Alle Situationen und Krankheiten, die mit einer Verminderung des Blutkalziums einhergehen, können eine Tetanie verursachen, z. B. die chronische Niereninsuffizienz, eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder eine verminderte Kalziumaufnahme im Magen-Darm-Trakt. Ferner können ein Magnesiummangel, Arzneimittelvergiftungen und Schädigungen des Zentralnervensystems (normokalzämische Tetanie) und psychische Erregung mit Atembeschleunigung (Hyperventilationstetanie) zu einer Tetanie führen. Die Symptome reichen von Empfindungsstörungen an den Gliedmaßen (Kribbeln, Ziehen) über Herzbeschwerden und Taubheitsgefühle im Bereich der Gesichtshaut bis zu anfallsartig auftretenden Muskelkrämpfen (tetanischer Anfall) mit typischer Pfötchenstellung ohne Bewusstseinsverlust. Zur Behandlung der hypokalzämischen Tetanie wird intravenös Kalzium verabreicht.
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