Lexikon
Tẹtanus
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Wundstarrkrampfder; griechisch
]akute schwere Infektionskrankheit, die durch den Tetanusbazillus (Clostridium tetani) hervorgerufen wird und ohne Behandlung in etwa einem Drittel der Fälle tödlich verläuft. Die weit verbreitet im Erdreich und im Straßenstaub vorkommenden Erreger gelangen über verunreinigte Wunden in den Körper und scheiden hier ein Gift (Toxin) aus. Die Inkubationszeit beträgt 3–21 Tage, selten mehrere Monate. Zunächst treten grippeähnliche Symptome wie Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Muskelschmerzen und Schweißausbrüche auf. Dann kommt es zu äußerst schmerzhaften Krämpfen, anfangs nur der Kiefermuskeln, sodass der Mund aufgrund einer Kieferklemme nicht mehr geöffnet werden kann. Krämpfe der Gesichtsmuskulatur verleihen dem Betroffenen einen grinsenden Gesichtsausdruck („Sardonisches Lachen“). Später greifen die Krämpfe vom Nacken absteigend auch auf Muskeln an Rücken und Bauch über. Bei Krämpfen der Atemmuskulatur und des Zwerchfells besteht Erstickungsgefahr. Ist die Krankheit erst ausgebrochen, gibt es keine spezifisch wirksame Therapie. Umso wichtiger ist die vorbeugende Schutzimpfung, die alle 10 Jahre aufgefrischt werden sollte. Im Falle einer verschmutzten Wunde sollte schnellstmöglich eine Wundreinigung, eventuell auch eine chirurgische Wundbehandlung erfolgen. Außerdem wird eine Tetanusimpfung empfohlen, auch bei vorhandener Grundimmunisierung, wenn diese länger als 5 Jahre zurückliegt, auf jeden Fall aber bei unvollständiger Grundimmunisierung oder unklarem Impfschutz. In letzteren Fällen wird zusätzlich die Gabe antitoxisch wirksamer Immunglobuline empfohlen. Impfkalender.
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