Wahrig Synonymwörterbuch

Eingeborener

Ureinwohner, Urbewohner, Einheimischer, Eingesessener

Eingeborener: Aus dem Wortschatz des Kolonialismus

Der Begriff Eingeborener ist vor allem durch seine Verwendung im Kolonialismus historisch belastet. Die europäischen Kolonialmächte drangen zum Zweck der Landnahme aus wirtschafts und handelspolitischem Interesse gewaltsam in fremde, in der Regel militärisch unterlegene außereuropäische Gebiete ein. Sie bezeichneten die dort heimische Bevölkerung als Eingeborene. Die sogenannten »Kolonialvölker« wurden infolge eines kulturellen Überlegenheitsgefühls der Besatzungsmächte ihrer eigenen Kultur oft vollständig beraubt und den alleinigen Interessen der Invasoren unterworfen.
Die früher übliche Bezeichnung Eingeborener für einen Angehörigen der Urbevölkerung eines nichteuropäischen Landes wird daher heute als diskriminierend empfunden und sollte nicht mehr verwendet werden. Besser sind Begriffe wie Ureinwohner, Urbewohner, Einheimischer beziehungsweise indigene oder einheimische Bevölkerung.
Foto von zwei Spechten auf einem schmalen Baumstamm sitzend
Wissenschaft

Spechte grunzen beim Aufschlag wie Tennisspieler

Spechte hämmern mit enormer Wucht auf Holz ein. Als Werkzeug dient ihnen dabei aber nicht nur ihr Schnabel, sondern der ganze Körper, wie Forschende herausgefunden haben. Demnach spannen die Vögel zahlreiche Muskeln in ihrem ganzen Körper an, um sich zu stabilisieren, und verwandeln sich so in einen lebenden Hammer. Gleichzeitig...

Schutz vor Viren
Wissenschaft

Neuer Ansatz für Breitband-Wirkstoffe gegen Viren

Nicht erst seit der Covid-19-Pandemie ist klar: Viren können die globale Gesundheit bedrohen und schwere wirtschaftliche Schäden anrichten. Bislang müssen antivirale Therapien jedoch spezifisch auf den jeweiligen Erreger zugeschnitten werden – ein zeitaufwendiger Prozess. Abhilfe schaffen könnten Breitband-Medikamente, die gegen...

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