Wahrig Herkunftswörterbuch
Pechvogel
Bereits im Jahre 1479 ist handschriftlich belegt, dass man das Wort Pech als Synonym für „Unglück“ verwandte. Ein vor lauter Unglück der Verzweiflung naher schlesischer Adeliger schrieb damals: „Ich bin so weit in das pech gesaczt, das ichzs nyme achte“. Wer im Wortsinne Pech hatte, der war ursprünglich in eine Falle geraten. Neben Mäusen waren die beliebtesten Opfer Vögel, die Fallenstellern buchstäblich auf den Leim gegangen waren. Das auf die Leimrute geschmierte Pech klebte den bedauernswerten Geschöpfen an den Federn und ließ sie zugrunde gehen. Dies erinnert an Bilder von Tankerunglücken, die verendende Seevögel mit verklebtem Gefieder zeigen. Vor diesem geschichtlichen Hintergrund ist es verständlich, dass die Verbindung von Pech und Vogel, die in früherer Zeit in gewisser Weise zum Alltag gehörte, im übertragenen Sinne auch auf Menschen bezogen wurde, die vom Unglück verfolgt scheinen. Verbreitet wurde das Wort vom Pechvogel im 18. Jahrhundert von den redseligen Studenten, die zu jener Zeit auch das Pechhaben in den allgemeinen Wortschatz einführten.
Wissenschaft
Plötzlich und unerwartet
So schicksalhaft und unvermeidbar, wie der plötzliche Herztod scheint, ist er nicht. Meist geht dem dramatischen Ereignis eine unerkannte oder unbeachtete Erkrankung des Herzens voraus. von CLAUDIA EBERHARD-METZGER Die Kinder von der Musikschule abholen, noch schnell in den Supermarkt und bloß nicht vergessen, den Hund...
Wissenschaft
Der vermessene Himmel
Unsere kosmische Adresse: Der Galaxiensuperhaufen Laniakea und was dahinter kommt. von RÜDIGER VAAS Auch Astronomen – und angesichts des funkelnden Sternenhimmels vielleicht ganz besonders sie – haben einen Sinn für Poesie. „Die Stellung des Menschen im Weltall. „In den alten Zeiten, als das Wünschen noch half“, wie es im Märchen...