Wahrig Herkunftswörterbuch

niet– und nagelfest
Oft ist in der Presse zu lesen, Diebe hätten alles mitgehen lassen, was nicht niet– und nagelfest gewesen sei. Gemeint ist damit all das, was sich ohne große Mühe vom Fleck bewegen und mitnehmen lässt – Schmuck, mobile Elektronikgeräte oder andere Wertgegenstände. Quelle der Redensart ist eine alte juristische Formel, die sich auf alle unbeweglichen Gegenstände bezieht, d. h. auf das, was man heute als Immobilien bezeichnet. Nach ihr gehört all das zum Haus, „was Niet und Nagel begreift“, was sicher befestigt ist. Interessant am heutigen Gebrauch der Paarformel ist, dass die meist nicht niet– und nagelfesten Möbel (über
frz.
meuble von
mlat.
mobile „bewegliches Gut“) oft so unhandlich sind, dass Diebe sie im Haus belassen.
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