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100 Jahre UFA – die Traumfabrik des Kinos

Der Name UFA steht bis heute für deutsches Kino - in guten wie in schlechten Zeiten. Gegründet als Propaganda-Maschine im Deutschen Kaiserreich, mauserte sich die Filmproduktionsfirma in den Zeiten der Weimarer Republik zu einer Marke von Weltruhm - bis sie von den Nationalsozialisten erneut für politische Zwecke missbraucht wurde. Zum 100. Geburtstag blicken wir auf die wechselvolle Geschichte der ersten deutschen Filmfirma zurück.

Szene aus "Der Blaue Engel" mit Marlene Dietrich, gedreht 1930.
Szene aus "Der Blaue Engel" mit Marlene Dietrich, gedreht 1930.

UFA - mit diesen drei Buchstaben verbindet sich nunmehr eine hundertjährige Filmgeschichte. Die am 18. Dezember 1917 gegründete "Universum Film AG" ist heute nicht nur eine der ältesten Filmproduktionsfirmen Europas - sondern auch die bedeutendste deutsche. Doch die Geburt der Filmfirma stand unter keinem guten Stern.

Denn als die UFA in Berlin gegründet wurde, geschah das auf Betreiben der militärischen Führung des Deutschen Reiches. Das geheime Ziel: Die UFA sollte die Anstrengungen des Kaiserreichs auf dem Gebiet der psychologischen Kriegsführung unterstützen. Kurzum: eine Propaganda-Maschine sein. Doch es kam anders: Nur elf Monate nach der Gründung der Filmgesellschaft ging der Erste Weltkrieg zuende.

Von Spielfilmen bis zur Wochenschau

In den Irrungen und Wirrungen der Nachkriegszeit expandierte die erste deutsche Filmproduktionsfirma rasant. Es entstand ein auch international agierender Medienkonzern, der in allen Bereichen der Branche tätig war - von der Produktion bis zum Verleih. Für die UFA arbeiteten damals so geniale Regisseure wie Friedrich Wilhelm Murnau oder der Österreicher Fritz Lang, der mit dem Stummfilm "Metropolis" 1927 einen der Meilensteine der deutschen und internationalen Filmgeschichte produzierte.

Doch die UFA realisierte nicht nur monumentale Spielfilme. Für den nationalen Markt entstanden in dieser Zeit auch zahlreiche Serien, Komödien und sogar Wochenschauen. Doch der Glanz hatte Schattenseiten. Als die Firma in Schwierigkeiten geriet, wurde sie von dem deutschnationalen Verleger Alfred Hugenberg übernommen - der ließ den Künstlern zwar zunächst weiterhin freie Hand, verhalf aber gleichzeitig Hitler an die Macht.

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