Total votes: 28
  • Send to friend
  • Diese Seite drucken
LEXIKON

Einstein

Einstein, Albert
Albert Einstein
Albert Einstein stellte 1905 die spezielle und 1915 die allgemeine Relativitätstheorie auf, mit der er die Gravitation erklärte. 1921 erhielt er den Nobelpreis für Physik.
Albert, schweizerischer-US-amerikanischer Physiker deutscher Herkunft, * 14. 3. 1879 Ulm,  18. 4. 1955 Princeton, N. J. (USA), der durch seine Relativitätstheorie sowie Beiträge zur Quantenphysik die Grundlagen für eine neue Physik legte. Einstein gilt als einer der bedeutendsten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts.
Einstein war 19021909 Mitarbeiter am Eidgenössischen Patentamt in Bern, 19091914 Professor in Zürich und Prag, 19141933 Leiter des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik in Berlin und ordentliches Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften, nach seiner Emigration in die USA (1933) Professor in Princeton.

Epoche machende Erkenntnisse

1905 erschienen in einem einzigen Band der „Annalen der Physik“ drei epochale Arbeiten von Einstein. In der ersten zeigte er, dass elektromagnetische Strahlung wie Licht aus Teilchen, den Lichtquanten oder Photonen, besteht. Dafür erhielt er 1921 den Physik-Nobelpreis. In der zweiten bestätigte er durch seine Theorie der Brownschen Molekularbewegung die korpuskulare Natur der Materie. In der dritten Abhandlung „Zur Elektrodynamik bewegter Körper“ begründete er die spezielle Relativitätstheorie, aus der sich als wichtigste Konsequenz die Äquivalenz von Masse und Energie ableitet, ausgedrückt durch die berühmte Formel E = m c2. 19141916 stellte er die allgemeine Relativitätstheorie auf, die die Gravitation erklärte und die physikalischen Vorstellungen über die Struktur von Raum und Zeit grundlegend änderte. U. a. sagte die allgemeine Relativitätstheorie voraus, dass Licht im Gravitationsfeld von Körpern mit großer Masse (wie der Sonne) abgelenkt wird.
Bereits 1920 und verstärkt in den Jahren in Princeton versuchte Einstein, eine einheitliche Feldtheorie zu schaffen, die die Gravitation und Elektrodynamik in einem einzigen Theoriegebäude, auch „Weltformel“ genannt, zusammenfasst. Allerdings blieb ihm der Erfolg versagt. Zur Quantentheorie lieferte er über die Arbeit von 1905 hinaus weitere richtungsweisende Beiträge, so z. B. die statistische Deutung des Planckschen Strahlungsgesetzes und die Erklärung des Verhaltens von Festkörpern bei sehr niedrigen Temperaturen (sog. Bose-Einstein-Statistik).

Pazifist und Weltbürger

Einsteins Ruhm begann 1919 mit der experimentellen Bestätigung der Lichtablenkung durch A. Eddington während einer Sonnenfinsternis. Parallel zu seiner wachsenden Popularität war er in Deutschland antisemitisch beeinflussten Angriffen ausgesetzt. Als Pazifist und Zionist bezog er auch zu politischen Fragen Stellung. 1939 unterzeichnete er zusammen mit anderen Wissenschaftlern einen Brief, der den US-amerikanischen Präsidenten auf die Möglichkeit zum Bau einer Atombombe hinwies. Er selbst war an der Realisierung nicht beteiligt. In späteren Jahren nutzte Einstein seine Popularität, um für weltweiten Frieden und Abrüstung zu werben.
Total votes: 28
  • Send to friend
  • Diese Seite drucken

Post new comment


0 Kommentare

Filtered HTML

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <blockquote> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
This question is for testing whether you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.