Lexikon
Säge
Werkzeug zum Trennen von Metallen, Holz u. a.; ein stählernes Blatt oder eine kreisförmige Scheibe, beide am Rand mit meist dreieckigen Zähnen besetzt. Diese sind, um das Klemmen zu verhindern, nach beiden Seiten abwechselnd aus der Blattebene herausgebogen. Das Blatt selbst ist häufig eingespannt und flexibel (Spannsäge). Ein ungespanntes Blatt haben die Steifsägen wie z. B. der Fuchsschwanz oder die Stichsäge. Die Schrot- oder Zugsäge hat ein steifes Blatt und zwei Handgriffe. In der industriellen Verarbeitung werden Sägemaschinen mit eingespanntem Blatt eingesetzt. Hin und her bewegt sich das Sägeblatt bei der Bügelsäge und der Gattersäge, bei der mehrere Sägeblätter horizontal oder vertikal nebeneinander laufen. Kontinuierlich sägen die Bandsäge, deren Blatt ein endloses Band ist, die Kreissäge mit rundem Blatt und die Drahtsäge mit einem endlosen Drahtseil, wie sie in Steinbrüchen verwendet wird. Tragbar ist die Motorsäge (Kettensäge), bei der die Glieder einer umlaufenden Kette als Sägezähne ausgebildet sind.
Geschichte
In der Steinzeit sägte man in Europa mit einem Seil aus Pflanzenfasern und verstärkte die Reibung durch scharfen Sand. Im alten Ägypten verwendeten Schreiner kupferne Sägen, die an einen Fuchsschwanz erinnern. Zweihändige Sägen, mit denen Bäume gefällt wurden, sind auf einem Relief aus Ninive um 900 v. Chr. dargestellt. Im Mittelmeergebiet erfand man mit Wasserkraft angetriebene Sägemühlen, die z. B. um 400 n. Chr. in Gallien Marmor zerschnitten.
Wissenschaft
Syphilis existierte schon vor 5500 Jahren in Amerika
Schon vor 5500 Jahren befiel der Syphilis-Erreger frühe Jäger und Sammler in Amerika. Das belegt alte DNA aus menschlichen Fossilien, in der Forschende auf die genetischen Spuren des verantwortlichen Bakteriums gestoßen sind. Näheren Analysen zufolge handelte es sich bei dem damals zirkulierenden Erregerstamm um eine Linie, die...
Wissenschaft
Schlafmittel stören die natürliche Reinigung des Gehirns
Wer gut schläft, fühlt sich nicht nur ausgeruht, sondern wacht buchstäblich mit frischem Kopf auf, wie eine neue Studie belegt. Demnach spült ein hormonell betriebener Mechanismus während des Tiefschlafs Abfallstoffe aus dem Gehirn weg, die sich tagsüber abgelagert haben. Diese natürliche “Müllabfuhr” reinigt Nacht für Nacht das...
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