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Nikkō - Japan in Technicolor

"Sag nie 'kekko' (prächtig), bevor du Nikko gesehen hast" - So lautet ein japanisches Sprichwort, das Werbung für die rund 140 Kilometer nördlich von Tokio gelegene Kleinstadt mit ihren einzigartigen Tempeln und Schreinen macht. Selbst zur Hauptreisezeit, wenn mit Fähnchen bewehrte Reiseleiter die Touristengruppen im Minutentakt an den Attraktionen vorbeischleusen, ist Nikkō ein angenehmer Ort, um außerhalb der Metropole etwas Ruhe zu finden. Ein Tag genügt, um die Hauptsehenswürdigkeiten zu besuchen. Dieses Paket überzeugte auch die UNESCO: Seit 1999 zählen die heiligen Stätten von Nikkō zum Weltkulturerbe.

Der Fluss Daiyo-gawa trennt die Altstadt von der am nördlichen Ufer gelegenen Neustadt, wo sich die berühmten Sehenswürdigkeiten befinden. Vom Bahnhof im Stadtzentrum gelangt man zu Fuß in 20 Minuten zu der rot lackierten heiligen Brücke Shinkyō, die zum Sannai, dem touristisch interessantesten Teil der Stadt, hinüberführt.

Eine heilige Brücke

 Heilige Brücke Shinkyo über den Gebirgsfluss Daiyo-gawa in Nikko
Shinkyō

Die rotlackierte heilige Brücke über den Gebirgsfluss Daiyo-gawa in Nikkō.

Die Shinkyō gilt als eine der drei schönsten Brücken Japans. Früher war sie dem Tenno und den Boten des kaiserlichen Hofes vorbehalten, für den Publikumsverkehr wurde sie erst 1973 geöffnet. Beim Betreten der Brücke wird allerdings eine Gebühr fällig, die bei nahegelegene modernen Brücke nicht anfällt.

Der Legende nach war die erste Brücke ein Provisorium: Im Jahre 766 wurden der Priester Shōdō und seine Begleiter auf ihrem Weg zum Berg Nantai vom reißenden Fluss aufgehalten. Ein hilfreicher Gott half aus: Zwei Schlangen schlugen auf seinen Befehl hin mit ihren Körpern eine regenbogenfarbene Brücke. Nachdem man die andere Seite erreicht hatte, verschwand die Brücke wieder.

Rinnō-ji

Halle der drei Buddhas des Rinnoji-Tempels in Nikko
Rinnōji-Tempel

Halle der drei Buddhas (Sambutsu-dō), das größte Tempelgebäude Nikkōs.

Ein Stück oberhalb der Brücke gelangt man zur Pilgerstraße Omotesando, die direkt auf den Tōshōgū-Schrein zuführt. Rechterhand liegt der Rinnoji-Tempel, das bedeutendste buddhistische Heiligtum der Region. In der Halle der drei Buddhas (Sambutsu-dō), dem größten Tempelgebäude Nikkōs, befinden sich drei 8 Meter hohe, vollständig mit Blattgold bedeckte Statuen.

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