wissen.de
Total votes: 191
wissen.de Artikel

Urlaub in Griechenland?

Im Urlaubsparadies Griechenland sind schwere Zeiten angebrochen. Ist das ein Grund, die Ferien lieber woanders zu verbringen?

Mit seinem blauen Meer und seinen antiken Sehenswürdigkeiten gehörte Griechenland viele Jahre lang zu den beliebtesten Ferienzielen der Deutschen. Aber im dritten Jahr der Eurokrise haben sich viele deutsche Touristen von dem kleinen Land mit den vielen Inseln abgewandt. Dabei braucht Griechenland gerade jetzt die Einnahmen aus dem Tourismus dringender denn je.

Insel Santorin, Griechenland

An den paradiesischen Küsten Griechenlands bleiben die Touristen weg.

Türkis glitzert das Meer in Strandnähe. Weiter draußen färbt es sich etwas dunkler, in perfektem Kontrast zu dem leuchtenden Blau des wolkenlosen Himmels. Als schmaler weißer Streifen umsäumt der feinsandige Strand die Küste der beschaulichen Ferienregion Kassandra, gelegentlich unterbrechen Steilküsten die feine weiße Linie.

Die nur etwa zehn Kilometer breite und 50 Kilometer lange Landzunge ist einer von drei „Fingern“, mit denen sich die nordgriechische Halbinsel Chalkidiki ins Mittelmeer reckt. In Kassandras Pinienwäldern zirpen Scharen von Grillen, eine sanfte Brise sorgt in der griechisch-heißen Sonne für ein wenig Abkühlung.

Es fällt schwer zu glauben, dass es den Menschen, die dieses paradiesische Szenario täglich vor Augen haben, schlecht gehen kann. Aber die Schuldenkrise, in der Griechenland seit drei Jahren steckt, hat auch die malerischen Küstendörfer und Ferienorte erfasst.

 

Tourismus in Griechenland

Badebucht auf Kassandra, Chalkidiki

Selbst in der Hochsaison bleiben viele Stände leerer als gewohnt.

„Zum Glück sind wir ausgebucht“, freut sich Kostas Filipidis. Zusammen mit seiner Schwester Evgenia betreibt der 31-jährige eine kleine Pension in Afitos, einem malerischen, bei Touristen für seine traditionelle Architektur beliebten Dorf auf Kassandra. „Uns geht es gut, weil wir viele ausländische Gäste haben. Von unseren griechischen Stammgästen sind in diesem Jahr allerdings viele nicht gekommen“, beschreibt Kostas. "Vielen Pensionen, die in den vergangenen Jahren vor allem griechische Gäste hatten, geht es aber weniger gut."

Tatsächlich hört man in den Straßen von Afitos in diesem Sommer vor allem Russisch, Bulgarisch oder Englisch. Viele der Griechen, die sonst in Scharen aus der nahegelegenen Großstadt Thessaloniki angereist sind, bleiben im dritten Sommer seit Beginn der Krise lieber zu Hause: Nicht nur die Zimmerpreise, sondern auch die Benzinkosten für die 80 Kilometer lange Anfahrt sprengen die zurzeit knappen Budgets vieler Griechen.

 

... klicken Sie zum Weiterlesen auf den folgenden Button
Von wissen.de-Redakteurin Alexandra Mankarios
Total votes: 191

Schwere Zeiten im Urlaubsparadies

Anzeige