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Woraus besteht das Sperma?

Aus den Samenzellen und den Sekreten der drei Geschlechtsdrüsen. Auf dem Weg der Samenzellen durch den Samenleiter mischen sich die Geschlechtszellen mit verschiedenen Sekreten und es entsteht kurz vor der Ejakulation die Samenflüssigkeit (Sperma oder Semen). Diese Sekrete werden teilweise in den Samenleitern, hauptsächlich aber in den Geschlechtsdrüsen produziert, die in den Samenleiter einmünden. Dazu zählen die Samenbläschen, die Cowper-Drüsen und die Vorsteherdrüse.

Die Samenbläschen: Diese beiden Drüsen von der Länge eines Fingers liegen hinter der Harnblase. Jedes Samenbläschen (Glandula seminalis) ist mit dem Endteil des entsprechenden Samenleiters verbunden und bildet den Samenausführungsgang. Kurz vor der Ejakulation mischt sich der in den Samenleiter gepresste Samen im Samenausführungsgang mit einem aus den Samenbläschen ausgestoßenen Sekret. Dieses Sekret, das etwa 60 Prozent der Samenflüssigkeit ausmacht, ist für die klebrige Beschaffenheit verantwortlich. Die Samenflüssigkeit ist alkalisch: Durch den Ausstoß des Spermas in die Scheide wird das von Natur aus saure Scheidenmilieu leicht alkalisch. Die Spermien sind in einer alkalischen Umgebung viel beweglicher und länger überlebensfähig.

Die Cowper-Drüse: Die Cowper-Drüse (Glandula bulbourethralis) besteht aus zwei Schleimdrüsen. Sie liegen im Bereich des Beckenbodens beidseitig an der Harnröhre und geben in der Phase der sexuellen Erregung eine klare, leicht schleimige Flüssigkeit in die Harnsamenröhre ab. Aufgrund der Urinpassage ist das Milieu im Innern der Harnsamenröhre sauer. Die Schleimsekrete neutralisieren den pH-Wert und machen die Harnsamenröhre zu einer »samenfreundlichen« Umgebung.

Die Vorsteherdrüse: Die eher als Prostata bekannte Drüse hat etwa die Form und Größe einer Kastanie. Sie umgibt die Harnsamenröhre an der Stelle, wo sie die Blase verlässt und wo auch die beiden Samenleiter einmünden. Die Sekrete der Vorsteherdrüse stimulieren die Beweglichkeit der Samenzellen und verleihen dem Sperma sein milchig-trübes Aussehen. Sie stellen etwa 30 Prozent des Spermavolumens dar. Die Prostatasekrete werden während der Ejakulation durch winzige, falltürartige Öffnungen in die Harnsamenröhre abgegeben und mit dem Samen und der Samenflüssigkeit vermischt.

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